· 

Welpen, Kätzchen und ein Traumstrand - Ein perfekter Tag auf Koh Lanta

Wir sind absolut Tierverrückt. Na gut, eigentlich ich mehr, als Daniel. Daniel ist jetzt auch kein Tierhasser, aber ich bin schon deutlich mehr auf die tierischen Kollegen fixiert. Wo auch immer sich eine Katze oder ein Hund versteckt, ich erspähe das Tier und versuche es mit meinen melodischen Gezwitscher anzulocken. 

Nicht alles anzugrabschen und zu streicheln fällt mir manchmal schwer, aber meist ruft Daniel von hinten „Tollwut“ oder „Flöhe“ und dann kann ich mich doch zurückhalten. 

Als Tierfreund hatte ich natürlich schon im Vorhinein das Lanta Animal Welfare Center auf Koh Lanta erspäht. Dieses Tierheim kümmert sich um verletzte und streunende Hunde und Katzen und wird einzig durch Spenden finanziert. Die Tiere werden behandelt, aufgepäppelt, sterilisiert und versucht zu vermitteln. Schon viele Hunde und Katzen konnten in der ganzen Welt ein neues Zuhause finden. Durch Flugpaten ist es möglich die Tiere zu ihren neuen Besitzern zu bringen. 

Aktuell warten 55 Hunden und 53 Katzen auf ein schönes und sicheres neues Zuhause. 

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter und Volunteers, die einige Wochen bleiben, kümmern sich um das Wohlergehen der Tiere. Gassi gehen, Medikamente verabreichen, medizinische Eingriffe unterstützen, Schmusen, Putzarbeiten erledigen und auch noch uns Nasen durch das Tierheim führen. Jede Stunde wird eine kostenlose Tour angeboten, in der Gruppen über das Gelände geführt werden und viele Hintergrundinformationen erhalten.

Wir erfahren von einigen schlimmen Schicksalen und Tieren, die mehr tot als lebendig im Tierheim angekommen sind. Klar ist, das ist kein einfacher Job hier. Die Mitarbeiter schuften hart, aber wir merken mit wie viel Herzblut und Leidenschaft sie bei der Sache sind. Es ist toll, dass sich diese Organisation um die hilflosen Tiere kümmert, die in Südostasien leider nicht immer einen besonders hohen Stellenwert haben. 

Besuch in der Kitty City

Die Katzen haben es im Lanta Animal Welfare Center echt gut. In der Kitty City haben sie ausreichend Platz, viele Versteck- und Spielmöglichkeiten und entspannte Ecken zum rumhängen. Wir setzen uns mit einem kühlen Getränk in die Café Ecke und schauen uns das Schauspiel an.

Die Katzen chillen in den Sitzsäcken und Hängematten, schlummern im Blumentopf oder fordern ihre Streicheleinheiten ein, wenn sie um die Beine her scharwenzeln. 

Eine dreibeinige Katze hüpft gekonnt von Links nach Rechts und eine andere Katze futtert unserem Nachbarn unbemerkt den Kuchen weg. Ein ganz normaler Besuch in einem Katzendorf eben. 

Achtung: Es wird übertrieben niedlich!

Nach den ausgiebigen Streichel- und Spieleinheiten mit den Kätzchen, machen wir uns auf den Weg zu den Hunden. 

Wir hatten uns für einen Spaziergang gemeldet. Die 55 Hunde werden zwei bis drei Mal täglich ausgeführt und die Mitarbeiter freuen sich über helfende Hände, die den einen oder anderen Spaziergang mit den Vierbeinern übernehmen. Da wir nicht die größte Hunderfahrung haben, sucht man für uns zwei Anfängerhunde raus. 

Damit wir uns aneinander gewöhnen können, werden wir einige Zeit zu ihnen ins Gehege gelassen. In dem großen Gehege warten sieben aufgedrehte  Hunde auf uns, unter anderem fünf Welpen. Die kleinen Hasen sind einfach unfassbar niedlich. Wir nutzen die Zeit zum knuddeln, raufen, spielen und beschnuppern. Spätesten jetzt würde ich gerne alles in diesem Gehege adoptieren. 

Mit Poppy und Lucas verlassen wir den Rest der Gruppe und gehen zum Eingang des Tierheims. 

Gassi gehen bei 30 Grad

Wir bekommen eine genaue Erklärung welche Route wir laufen sollen und wie wir uns zu verhalten haben. Wir bekommen eine Tasche mit Wasser für die Hunde und Plastiktüten mit. Wir hoffen insgeheim, dass wir nicht ins Gebüsch klettern und das große Geschäft von Poppy oder Lucas wegräumen müssen. Das Tierheim ist wirklich sehr gut organisiert und strukturiert. 

Bei 30 Grad starten wir unseren Spaziergang und folgen den roten Bändern an den Bäumen. Wir laufen durch ein kleines Wohngebiet und ein Stück durch den Wald, vorbei an Kautschukbäumen. Nach 30 Minuten sind wir am Ende der roten Route angekommen und machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg. 

Verschwitzt und dreckig, aber zufrieden geben wir Poppy und Lucas wieder im Tierheim ab. Die Welpen sind ausgeflogen und wohl auch grade auf einem Spaziergang. 

Beautiful Beach

Mit unserem Roller fahren wir vom Lanta Animal Welfare Center weiter zum Beautiful Beach. Dieser Strand ist auf den meisten Karten nicht eingezeichnet und deswegen noch relativ unbekannt. Der Name Beautiful Beach ist auf jeden Fall sehr gerechtfertigt. Mitten im grünen Dschungel, umgeben von Schattenspendenden Palmen, weißer Sand und das schöne Meer. Nur eine kleine Bretterbude verkauft kühle Getränke und so teilen wir uns dieses kleine Paradies nur mit einer Handvoll anderer Menschen und zwei Kühen. 

Abends kredenzt uns die Köchin vom „The Angels“ leckeres Khao Soi: Gelbe, knusprige Nudeln, mit Gemüse und Ananas in einer Kokossauce.

Dazu ein kaltes Singha.

Ein perfekter Tag auf Koh Lanta. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Jessi Kleff (Freitag, 04 Januar 2019 09:27)

    Bin in Gedanken bei euch ♥️. Drücke euch ganz fest .