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Vielfältiges Malaysia

Wir verließen das wunderbare Kambodscha und flogen weiter nach Kuala Lumpur in Malaysia. 

Hier leben Inder, Chinesen und Malaien Tür an Tür und so herrscht in der Stadt ein ganz besonderer Mix aus vielen Kulturen und Religionen. 

Morgens kann man durch Chinatown schlendern, mittags durch Little India und abends durch das super modernen Stadtzentrum.

Es stehen Moscheen, neben Tempeln, neben Kirchen und mitten drin ein riesiger Wolkenkratzer. Man begegnet Frauen in Burkas, mit Kopftüchern oder knapper Kleidung. 

Das Wahrzeichen der Stadt sind die Petronas Twin Towers. Die Zwillingstürmen zählen zu den zehn höchsten Gebäuden der Welt.

Tipp Transport in die Stadt 

Mit fuhren mit einem der vielen Busse vom Flughafen in die Stadt. Das war deutlich günstiger als der KLIA Skytrain, dauerte aber auch länger. Die Büros der Busunternehmen befinden sich im Erdgeschoss vom Flughafen.

Kuala Lumpur kannten wir bereits von einem kurzen Zwischenstopp 2014 auf dem Weg nach Bali. Daher haben wir gar nicht so viel unternommen, sondern einfach die Stimmung der Stadt genossen. Wir statteten den Petronas Twin Towers einen Besuch ab, schlenderten durch Chinatown und futterten indisches Essen. 

Abends findet vor den Petronas Twin Towers eine Lichtershow mit Wasserfontänen statt. Diese ist mit Musik hinterlegt und hübsch anzusehen. 

Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. Abends mit Lichtshow.
Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. Abends mit Lichtshow.

Tipp Schlafen Kuala Lumpur 

1000 Miles Hotel 

Gute Lage an der Metrostation Masjid Jamek und in der Nähe von Chinatown. Hippe Einrichtung, nettes Personal und kleines Frühstück inklusive.

So langsam sehnten wir uns nach dem Meer. Wir hatten in den ersten Wochen unserer Reise schon so viel erlebt und gesehen. Jetzt wollten wir einfach ein paar Tage entspannen und über die nächsten Ziele nachdenken. 

Da saßen wir also in dem vollklimatisierten Bus auf dem Weg Richtung Meer. Schräge und laute Musik dröhnte aus den Lautsprechern. 

Für uns ist nach wie vor unverständlich, warum die Temperatur mit Hilfe der Klimaanlage auf gefühlte 10 Grad runter geprügelt wird. Ob im Bus, in der Shoppingmall oder im Supermarkt. Frieren denn die Einheimischen selber gar nicht? 

Dick eingepackt und mit dem Best Of an asiatischer Musik, in voller Lautstärke, lagen also 4,5 Stunden Fahrtzeit vor uns.

Ab auf die Insel

Unser Ziel war Pulau Pangkor. Eine kleine Insel, 12 km lang und 4 km breit, die für ein paar Tage Entspannung gut geeignet sein soll. Es gibt nicht wirklich viel zu entdecken. Man könnte mit einem Roller die Insel umrunden oder mit dem Quad in den Dschungel fahren. Ein paar Buden bieten Jetskis oder Kajaks an. Aber wir wollten ja eh entspannen. 

Der Bus ließ uns im Küstenort Lumut raus. Mit der Fähre ging es 30 Minuten weiter zur Insel. 

 

Tipp Schlafen Pulau Pangkor

Nipah Guesthouse

Vielleicht die schönste Unterkunft auf unserer Reise. Die Besitzerin Alicia, ihr Mann und die 2 süßen Kinder sind so unglaublich nett und freundlich. 

Man wohnt in kleinen Cottages, die aussehen wie Zwergenhäuschen. 

Es gibt einen großen Pool und drumherum Hängematten und eine Hollywoodschaukel.

Wir haben in den paar Tagen auf Pangkor in der Hängematten am Pool oder am Strand entspannt. Die Atmosphäre des Örtchens ist verschlafen und relaxt. In den paar Tagen haben wir vielleicht 20 andere Touristen gesehen. Da unser Guesthouse so schön war. hatten wir gar nicht das Bedürfnis es für längere Ausflüge zu verlassen. 

Für uns ist der perfekte Ort um ein bisschen abzuschalten. 

Auf Pangkor gibt es viele Nashornvögel. Diese seltsamen, aber auch seltenen Vögel sitzen hier an jeder Ecke, futtern die Brotkrümmel von der Terrasse oder verfehlen einen im Sturzflug nur knapp. Außerdem gibt es mindesten genau so viele Affen. Die Biester sind ganz schön frech und klauen einem wohl auch schonmal die Klamotten am Strand. 

Ein Nashornvogel - a Hornbill

Nach ein paar Tagen Entspannung waren wir wieder bereit für neue Eindrücke. 

Die nächste Busfahrt war deutlich angenehmer als unsere Erste. Dieser Bus war zwar noch etwas abgerockter, aber man konnte die Pustedüse der Klimaanlage regulieren und es gab auch keine Ohrenbetäubende Musikbeschallung. Trotzdem ist die Fahrweise der malayischen Busfahrer wohl sehr ähnlich. Das Motto ist: Eine scharfe unübersichtliche Kurve, Schlaglöcher oder Bodenwellen auf der Straße? Mit Vollgas dadurch. 

Nach 3 Stunden kamen wir trotzdem wohlbehalten in Butterworth an. Von da aus ging es mit der Fähre rüber nach Penang.

China, Indien & Malaysia an einem Tag

Georgetown ist die Hauptstadt von Penang und wurde durch seine Streetart und das wahnsinnig gute Streetfood bekannt. Es kursiert sogar das Gerücht, dass es hier das beste Streetfood in Südostasien gibt. Georgetown ist außerdem UNESCO Weltkulturerbe.

Zuerst haben die Inder, neben den Malaien natürlich, Penang als guten Standort für ihren Handel entdeckt. Später kamen Chinesen, Araber, Portugiesen und noch mehr Menschen aus verschiedensten Kulturen dazu. 

Aus diesem Grund gibt es auf Penang einen absoluten Kulturenmix, der sich im Essen, in den Gebäuden und den Menschen wieder spiegelt. 

Am ersten Tag liefen wir relativ planlos durch Georgetown. Wir haben uns einfach in den verwinkelten Gassen treiben lassen. 

Was uns sofort aufgefallen ist: Georgetown ist bunt, bunt, bunt und sehr gemütlich.

Strasse in Georgetown, Malaysia
Chinesiche Lampe in Georgetown Malaysia

Tipp Schlafen in Georgetown

My Guesthouse 109

Sehr zentrale Lage und gemütlicher Sitzbereich

Wir dachten schon, dass Kuala Lumpur eine absolute Multikulti City ist, aber in Georgetown finden sich so viele verschiedene Kulturen, geballt auf engstem Raum. 

Während unseres Spaziergangs haben wir in einer einzigen Straße erst einen chinesischen, dann einen indischen Tempel und ein paar Meter weiter, eine Moschee gesehen. 

Die Übergänge zwischen Little India und Chinatown sind fast fließend. Einmal um die Ecke gebogen: Chinatown. Nächste Straße rechts: Little India. 

Das Straßenbild und die Menschen ändern sich sofort und man kommt sich tatsächlich vor, wie in Indien oder China. 

Aufgrund der vielen Kulturen, gibt es natürlich auch eine herrlich große Essensauswahl. Heute Chinesisch, morgen Indisch und übermorgen Malaiisch? Kein Problem. Überall sind Straßenstände und jeder duftet anders. 

Irgendwas mit Reis
indisches Essen

Schlemmen in Georgetown

Da wir ja unheimlich gerne essen, wie man wohl herauslesen kann, haben wir eine Foodtour durch Georgetown gemacht. 

Wir probierten neue Köstlichkeiten und bekamen nochmal ein ganz anderes Hintergrundwissen. Obwohl wir sehr neugierig sind und gerne Neues ausprobieren, standen wir schon öfter an Straßenständen und haben uns gefragt, was an diesem Stand verkauft wird. Meist haben wir dann doch uns bekannte Gerichte gekauft. 

Daher ist so eine Foodtour eine gute Gelegenheit unbekannte Gerichte zu probieren. Unser Favorit war Censol. Es wird hier als Dessert gegessen und besteht aus geleeartigen, grünen Nudeln aus Reismehl, roten Bohnen und Kokosmilch. Es wird eiskalt serviert. Klingt ekelig, ist aber total erfrischend und sehr lecker. Natürlich probierten wir auch das malaiische Nationalgericht Laksa. Zugegeben traf das Gericht jetzt nicht so richtig unseren Geschmack.

Nudelgericht mit grünen Nudeln. Censol

Ab auf die Leeze

Frau auf Fahrrad

Nach der ganzen Futterei mussten wir uns sportlich auch mal etwas betätigen. So buchten wir eine Mountainbike Tour durch die wunderbare Landschaft von Penang. Hier verirrt sich so schnell kein Tourist hin.

Insgesamt fuhren wir 35 km. Vorbei an kleinen Dörfchen, Shrimpfarmen, Reisfeldern und Palmölplantagen. 

Unser Mittagessen wurde uns in einer kleinen Hütte, mitten in den Reisfeldern serviert. Wir besuchten eine Ziegenfarm und probierten Eis aus Ziegenmilch. Die kleinen Ziegenbabys haben es mir natürlich sofort angetan. Ich konnte nicht anders und musste alle streicheln. So hatte sich innerhalb kürzester Zeit eine Ziegentraube um uns versammelt. 

 

Tipp Fahrradtour auf Penang 

Matahari Cycle Tours

Sehr gute Fahrräder und ein sympathischer Guide. Die Tour war mit Liebe zum Detail organisiert. 

Wir sind begeistert von der Vielfalt in Georgetown. Hier könnte man tagelang durch die Gassen schlendern und würde immer was Neues entdecken.

Ein weiteres Highlight sind die Streetart Gemälde, die überall in Georgetown zu finden sind. 

2012 begann der Künstler Ernest Zacharevic aus Litauen, für das Penang Culture Festival, die Häuserwände mit seinen Malereien zu verschönern. Heute ist seine Kunst eine der größten Sehenswürdigkeiten auf Penang. Viele weitere Künstler haben nachgezogen und sich auf den Wänden verewigt.

Die Insel Penang hat uns unheimlich gut gefallen. Georgetown ist so gemütlich, bunt, alt und verwinkelt. Für uns geht es morgen weiter. Wir verlassen zwar Georgetown, aber nicht Malaysia.

Wir fühlen uns in Malaysia sehr wohl und freuen uns noch mehr von diesem tollen Land entdecken zu können.

Streetart in Georgetown
Streetart mit Fahrrad in Georgetown

Streetart in Georgetown mit Motorrad

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