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07. Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland - Unsere Erfahrungen und Tipps

Wandern und Neuseeland gehören irgendwie so zusammen wie Frodo und Sam. 

Dabei ist das Tongariro Alpine Crossing sicherlich eine der bekanntesten Tageswanderungen. Hier wandert ihr durch Vulkanlandschaften, vorbei am Mount Ngauruhoe, besser bekannt als der Schicksalsberg und könnt bunte Seen bestaunen. 

Wir nehmen euch mit auf unseren Spaziergang durch Mordor und erklären euch, warum dieser Track zu einer der schönsten Wanderungen weltweit zählt. Neben ganz viel Schwärmerei gibt es auch einige nützliche Informationen, die euch die 19,4km versüßen können. Aber eins sei vorweg gesagt: Jeder Meter lohnt sich.

Schön, dass ihr dabei seid & danke fürs Zuhören.


Mit Proviant, warmen Klamotten und Respekt gehts los...

Nachdem uns die Besteigung des Roys Peak auf der Südinsel ordentlich in die Knie gezwungen hatte, waren wir vor dem berühmten Tongariro Alpine Crossing doch ganz schön nervös. Immerhin sind wir vorher noch nie 19,4km gewandert. 

Mit jeder Menge Proviant, warmen Klamotten und einer gehörigen Portion Respekt starteten wir um 5.25 Uhr unsere Wanderung am Mantepopo Parkplatz. 

Die ersten Kilometer liefen wir durch flache, aber wunderschöne Landschaft. Es dämmerte so langsam und wir konnten mehr und mehr die umliegenden Vulkane erkennen. 

Ab Kilometer 4 wies und ein Schild darauf hin, dass nun Schluss mit lustig sei und der erste anstrengende Aufstieg beginnt. 

Jetzt hieß es einige Höhenmeter und viele, viele Stufen hinter sich zu bringen. Belohnt wurden wir mit einer fantastischen Aussicht. 

Links von uns der Mount Tongariro, rechts der Mount Ngauruhoe und vor uns wartete der höchste Punkt der Wanderung auf uns: Der Red Crater. 

Beschwerlicher Auf- & Abstieg

Um den 1886m hohen Red Crater zu erreichen, mussten wir über unbefestigtes Geröll laufen. Ein Schritt vor, zwei Schritte samt Geröll wieder zurück. Der Wind packte uns an dieser Stelle so richtig und so versuchten wir möglichst schnell diese Passage hinter uns zu bringen. Was sich uns dann allerdings für ein Ausblick bot, war unbeschreiblich. Wir fühlten uns wie auf dem Mond oder wirklich wie in Mordor. Eine völlig surreale Landschaft. Die verschieden farbigen Emerald Lakes, der große Blue Lake und jede Menge brodelnde und blubbernde Erde befand sich zu unseren Füßen. Gestank von faulen Eiern lag in der Luft.

Oft hatten wir gehört, dass der Abstieg vom Red Crater die schwierigste Stelle des Wanderwegs sein sollte. Sicherlich ist dieser Abschnitt nicht ganz einfach, aber trotzdem gut machbar, wenn man sich konzentriert. Genau wie beim Aufstieg lief man auf losem Geröll, welches mit jedem Schritt mit einem rutschte. 

Irgendwann hatten wir unsere Technik gefunden und rutschten einfach zügig nach unten. 

Wir  bestaunten die bunten Seen und den steilen Abstieg den wir grade gemeistert hatten.

Die Hälfte ist geschafft. Nach dem Blue Lake änderte sich die Vegetation schlagartig. Grade noch mitten in einer Vulkanlandschaft, war alles nun viel grüner. Bei unserem stetigen Abstieg zum Endpunkt hatten wir einen Wahnsinns Blick auf den Lake Taupo. 

Die letzten Kilometer wanderten wir durch dichten Wald uns wir waren wieder einmal fasziniert von der abwechslungsreichen Landschaft in Neuseeland. 

Geschafft, aber überglücklich und stolz kamen wir nach 7 Stunden am Ketetahi Parkplatz an, wo unser Shuttle schon auf uns wartete. 

Tongariro Crossing, die 2.

Einige Tage später, den Muskelkater fast vergessen, planten wir die nächste Woche. Dabei tat sich eine Lücke von 3 Tagen auf. Wir hatten einige Ideen, wo wir hinfahren konnten, aber so richtig begeistert waren wir von den Optionen nicht. Beide waren wir noch zu sehr vom Tongariro Crossing geflasht. Wir fragten uns, ob wir uns diese einmalige Landschaft genug eingeprägt hatten. Haben wir genug gestaunt und genossen? Wir wurden unsicher. 

Daher fuhren wir spontan wieder Richtung Tongariro Nationalpark, buchten uns den 4.55 Uhr Shuttle der Discovery Lodge und nahmen uns diesmal vor, alles aufzusaugen. Da wir ja jetzt wussten was auf uns zukam, konnten wir die Wanderung sehr entspannt angehen und unsere Kräfte optimal einteilen. Und auch beim zweiten Mal waren wir wieder hin und weg von dieser Landschaft. Definitiv einer unserer Lieblingsplätze in Neuseeland. 

Kurz und knapp: die Fakten

  • Schwierigkeit: Wir sind nicht besonders trainiert, aber auch keine Couch-Potatos und wir haben das Crossing 2x gut geschafft
  • Länge: 19,4 km
  • Dauer: 6-8 Stunden
  • Höhenmeter: Höchster Punkt: 1886 m Red Crater. Insgesamt gehts 800m rauf und 1000m wieder runter.
  • Start: Mangatepopo Parkplatz
  • Ziel: Ketetahi Parkplatz

Ausrüstung:

  • Schuhe: Nehmt in Gottesnamen gescheites Schuhwerk mit. Wir hatten Knöchelhohe Wanderschuhe an und wollten diese nicht missen. Wenn ihr trittsicher seid, tun es auch halbhohe, gut profilierte Schuhe. Aber Sneakers oder Sandalen? Tut das euren Füßen bitte nicht an.
  • Kleidung: Bastelt euch am besten einen Zwiebellook zusammen. Eine gute Regenjacke würden wir definitiv empfehlen. Zur Not kann man diese bei der Discovery Lodge für kleines Geld ausleihen.
  • Verpflegung: Nehmt genug Wasser mit (mind. 2 Liter pro Kopf). Unterwegs bekommt ihr nichts. Außerdem hatten wir Nüsse, Brote und Müsli Riegel dabei.
  • Sonnenschutz: Sonnenbrille, Sonnencreme und Kappe oder Mütze können ebenfalls nicht schaden.

Vergesst nicht: Im Winter ist der Track komplett anders. Er führt über alpines Gelände, holt euch hierfür Tipps von Profis ein!

Infos und Links aus dieser Episode

Reisebericht: Unser erster Spaziergang durch Mordor

 

Der zweite Stopp im Tongariro Nationalpark war eine spontane Entscheidung: 

Reisebericht: Dampfende Seen in Rotorua und ein überraschendes nächstes Ziel

 

Die Wanderung zum Roys Peak hat uns an unsere Grenzen gebracht. Dennoch war die Aussicht atemberaubend und irgendwie hat sich die Schinderei dann doch gelohnt:  

Reisebericht: Roys-Peak-Track - Zwei Krüppel in Wanaka

 

 Die Discovery Lodge können wir euch nur wärmstens empfehlen. So steht eurem Abenteuer nichts mehr im Wege. 

https://www.discoverynz.com/discovery-lodge

 

Callum Harland, krasser Typ: 

http://blog.discoverynz.com/author/callum-harland

 

Beste Seite um das neuseeländische Wetter zu checken. Gibt es auch als App:

https://www.metservice.com/national/home

iTunes: https://itunes.apple.com/de/app/metservice/id525900888?mt=8

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.metservice.kryten&hl=de

 

Für Informationen zu den verschiedenen Regionen, Wanderwegen oder Campingplätzen sind die DOC-Büros oder die DOC-Page Goldwert:

https://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/places-to-go/central-north-island/places/tongariro-national-park/things-to-do/tracks/tongariro-alpine-crossing/ 

 

Music by: @dcuttermusic / http://www.davidcuttermusic.com


Danke, dass Du Dir die 47 Minuten Zeit genommen hast!

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Danke Dir und hoffentlich bis zum nächsten Podcast!

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