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Startschwierigkeiten in Laos

Morgens verließen wir Chiang Rai mit dem Bus und mit einer üblichen Verspätung, diesmal von 15 Minuten. 

Unser Ziel sollte ein neues Land sein. Laos. Auf Laos waren wir schon sehr gespannt. Wir haben vorher viel gelesen über die Gelassenheit der Laoten, über den Tourismus, der hier noch in den Kinderschuhen steckt und daher auch über die Authentizität des Landes.

Tipp Transport / Visum 

Transport Company

Chiang Rai-Huay Xai 3 Stunden Fahrtzeit 

Ihr steigt an der Grenze aus dem Bus, erledigt eure Visumangelegenheiten und steigt danach wieder in den selben Bus ein

Visa on arrival: 30 Tage, 30$ 

Hab das Geld für das Visum passend bei Dir, außerdem brauchst Du 2 Passfotos. 

Die Busfahrt war angenehm, der Grenzübergang kein Problem. Keiner versuchte uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Hatten wir doch vorher so viel von korrupten Beamten gelesen. 

Der Bus schmiß uns dann allerdings an einem Parkplatz, 7km außerhalb von Huay Xai raus. Da kam dann endlich die Tuk-Tuk Mafia ins Spiel, die völlig überteuerte Preise für den Transport haben wollte. Aber was will man machen? 7km laufen ist zu weit und irgendwie muss man ja in die Stadt. Das wird geschickt ausgenutzt. Im Endeffekt konnten wir noch um 1€ runterhandeln. Da wäre sicherlich noch mehr Verhandlungsspielraum drin gewesen, aber wir waren irgendwann einfach genervt und wollten einfach in die Stadt. 

 

Schwieriger Start

Die erste Nacht auf laotischen Boden übernachteten wir im Little Hostel in Huay Xai, in einem Vierbettzimmer. Unsere erste Erfahrung in einem Mehrbettzimmer. Das Hostel war sauber und für eine Nacht ok. Allerdings waren die Matratzen gefühlt aus Beton und so standen wir am nächsten Morgen ziemlich zerknautscht auf. Die Besitzerin war aber sehr freundlich und es gab gutes Frühstück. In Huay Xai waren die Übernachtungsmöglichkeiten begrenzt. Entweder waren die Zimmer schmuddelig oder zu teuer. Daher war das Mehrbettzimmer mit 5€ p.P. einfach unschlagbar günstig und wir sind wieder um eine Erfahrung reicher. 

Huay Xai ist der erste Ort hinter der thailändisch - laotischen Grenze, ein typischer Durchreiseort. Keiner gibt sich so wirklich Mühe, da die meisten nur eine Nacht bleiben. Ab hier starten die verschiedenen Bootstouren über den Mekong. Trotzdem konnten wir einen ersten Eindruck von Laos gewinnen und schlenderten einfach entspannt durch den kleinen Ort. 

Frau läuft Treppe in Laos von einem Tempel runter

Schon im Bus nach Laos haben wir mehrere Reisende kennen gelernt, die wir den Tag über verteilt immer wieder trafen. Mit Nathalie und Patrick aus Krefeld tranken wir Abends unser erstes Beer Lao. Die beiden waren auf Weltreise, hatten schon einige Länder bereist und daher viel Geschichten zu erzählen. 

Der Start in Laos war für uns anders als erhofft. Abends haben wir echt schlecht und teuer gegessen. Die Aktivierung einer laotischen SIM Karte war eine Katastrophe und am Straßenstand verkaufte uns eine unfreundliche Dame unreife Mangos. Der Fahrer, der uns abholen sollte, um uns aufs Boot zu bringen vergaß uns am nächsten Morgen und wir mussten ewig hinterher telefonieren. 

Alles trug nicht dazu bei, dass wir uns im neuen Land auf Anhieb wohl fühlten. Aber wir waren voller Hoffnung, dass es auf dem Mekong ja nur besser werden könnte.

 

Wunderschöner Mekong

Der Mekong hat eine Gesamtlänge von ca. 4500km und gehört somit zu den 12 längsten Flüssen der Erde. Er fließt durch 6 Länder und gilt als Lebensader Asiens. 

Wir haben uns bei der Mekongtour für ein Boot der mittleren Preisklasse entschieden und fuhren mit Shompoo Cruise die 300km Richtung Luang Prabang. Auf unser Boot passen bis zu 40 Personen, es gibt genügend Sitz- und Liegemöglichkeiten und Essen an Bord. 

Am ersten Tag fuhren wir 8 Stunden über den Mekong. 

Ich konnte mich nicht satt sehen, an dem saftigen Grün am Ufer und ich starrte einfach nur diese grandiose Landschaft an. Es zogen kleine Dörfer, Viehherden, Boote mit Einheimischen und winkende Kinder an uns vorbei.

Slowboot am Ufer des Mekongs in Laos
Frau macht Bild mit einem iPhone am Ufer des Mekongs

Ufer des Mekongs in Laos

Wir übernachteten in Pakbeng. Eigentlich auch ein Durchreiseort, wo alle Schiffe anlegen und die Reisenden eine Nacht bleiben. Der Ort liegt auf der Hälfte des Weges zu Luang Prabang. Aber Pakbeng war uns auf Anhieb viel sympathischer als Huay Xai. Fast jede Stunde fällt mal kurz der Strom aus, dass stört uns aber nicht weiter. Wir übernachteten im DP Guesthouse, welches gut und sauber war. 

Tipp Essen 

Sabaidee Silvilay Restaurant in Pakbeng, gegenüber vom DP Guesthouse. 

Hier haben wir tatsächlich das beste Curry unsere Reise gegessen. 

Am nächsten Tag legte das Boot bereits um 7:45 Uhr ab. Vor uns lagen erneute 8 Stunden Bootsfahrt in wundervoller Kulisse. 

Früh am Morgen lagen über den Bergen am Ufer Nebelschwaden, die den Mekong von einer ganz anderen, genauso schönen Seite zeigten, als gestern. 

In Jacken und Decken eingekuschelt, mit einem Kaffee in der Hand, sahen wir der Sonne zu, wie sie sich durch den Nebel kämpfte. 

Eine Straße führt den Berg durch Pakbeng in Laos hinunter
Der Mekong in morgendlichen Licht

Frau schaut vom Slowboot auf den Mekong

Nachmittags kamen wir in Luang Prabang an und mussten dem Mekong Auf Wiedersehen sagen. Schön war's. Es war herrlich entspannend einfach nur auf den Fluss zu schauen, zu lesen oder Musik zu hören. In diesem zwei Tagen konnten wir richtig entschleunigen. 

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