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Sightseeing in New York - Nochmal Touri sein

Für heute hatten wir uns die Erkundung von Downtown Manhattan und Brooklyn vorgenommen. Die U-Bahn brachte uns schnell zur Wall Street. Auf dieser Straße befinden sich zahlreiche Banken und die größte Wertpapierbörse der Welt. 

Den berühmte Charging Bull entdeckten wir schnell. Der italienische Künstler Arturo Di Modica kreierte die 3,5 Tonnen schwere Bronzestatue 1989 und schenkte sie der Stadt New York um den finanziellen Optimismus und Erfolg zu symbolisieren. Viele Touristen reihten sich in einer Schlange am Kopf und am Hinterteil des Bullen, um ein gutes Foto machen zu können. Man sagt, wer den Hoden des Bullen streichelt, bekommt einen vollen Geldbeutel. 

Wir sehen davon ab und lassen den Bullen mit seinen dicken Eiern hinter uns und begeben uns Richtung Staten Island Ferry. 

Die Fähre nach Staten Island ist kostenlos und sehr beliebt, weil sie direkt an der Freiheitsstatue vorbeifährt. Eine gute Möglichkeit also, um sich die Freiheitsstaue mal aus der Nähe anzuschauen und das kostenlos. Auch wir waren ganz begeistert, als wir die alte Dame mit der Krone und der Fackel endlich mal persönlich sehen. Seit 1886 steht die Statue im Hafen von New York. Sie war ein Geschenk des französischen Volks an die USA. Bis 1959 zählte die Freiheitsstatue, mit einer beachtlichen Höhe von 93m, zu den Höchsten der Welt. 

Spaziergang von Brooklyn nach Manhattan

Auf Staten Island blieben wir nicht lange und nahmen direkt die nächste Fähre zurück nach Manhattan. Kaum im Herzen von New York angekommen, sind wir auch schon mit der U-Bahn nach Brooklyn gefahren. Als wir hier ausgestiegen sind, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt. Die Straßen in Brooklyn waren so ruhig. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier richtiges Vorstadt-Idyll herrscht. Und das obwohl Brooklyn der Bevölkerungsreichste Stadtteil New Yorks ist. Die Ecke, die wir von diesem Stadtteil entdeckt haben, war auf jeden Fall schön ruhig und gefiel uns sehr gut. Es gibt viele hippe Cafés und individuelle Geschäfte. Die Stimmung ist nicht so chaotisch und alles wirkt irgendwie etwas geordneter. Wir machten uns auf dem Weg ins „Dumbo“ Viertel. Dumbo steht für „Down under the Manhattan Bridge“ und so ist es nicht überraschend, dass wir hier einen wunderbaren Blick auf die Manhattan Bridge, eingerahmt in Häuserschluchten, erhaschen konnten. Ein super Fotomotiv. 

Da die Sonne bald untergehen wollte, liefen wir entlang der Promenade zu einem weiteren coolen Fotospot. Am Ufer des Hudson Rivers hatten wir eine wunderschöne Sicht auf die Skyline von Manhattan. Als Vordergrund posierten ganz attraktiv einige Pfeiler im Wasser. 

Der kluge Fotograf weiß: Vordergrund macht Bild gesund. Diese Weisheit hat allerdings nicht nur Daniel erkannt und so teilten wir uns dieses Fleckchen mit einigen anderen Fotografen. Als die Sonne langsam untergegangen ist, den Himmel in die schönsten Farben getaucht hat und die Skyline langsam begann zu funkeln, waren die kühlen Temperaturen vergessen. Ein einmaliger Anblick. 

Diesmal fuhren wir nicht mit der U-Bahn, sondern liefen über die Brooklyn Bridge nach Manhattan rüber. Die Brooklyn Bridge ist eine der ältesten Hängebrücken in New York und ist 1,8km lang. Der Blick ist wirklich einzigartig. Diese schöne, alte Brücke und die immer näher kommenden Wolkenkratzer, echt schön. Wir glauben, dass New York tatsächlich die schönste Skyline zu bieten hat, die wir bisher gesehen haben. 

T-Rex in New York

Für den kältesten Tag unseres Aufenthalts hatten wir den Besuch im American Museum of Natural History eingeplant. Während es draußen bei 6 Grad und fiesem Wind ordentlich frisch war, streiften wir durch die verschiedenen Etagen des Naturkundemuseums. Dieses Museum ist aber nicht einfach irgendein Naturkundemuseum. Es ist das Größte Naturkundemuseum der Welt. 

Auf fünf Stockwerken und 111.483 Quadratmetern wird der Besucher über verschiedenste Völker, die Steinzeit, Dinosaurier, Entstehung des Menschen, das Weltall und vieles mehr informiert. Das Museum wurde bereits 1869 eröffnet und wächst seitdem stetig. Mittlerweile können über 33 Millionen Objekte bestaunt werden. Viele dieser Objekte sind Dinosaurier-Skelette. In einer Vitrine starrt uns der Kopf eines echten T-Rex an und über uns thront ein riesiges T-Rex Skelett, welches teilweise aus echten Knochen besteht. Wahnsinnig beeindruckend. Was es damals alles für seltsame und furchteinflössende Tiere gab.

Die Hall of Minerals war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Sonst hätten wir uns in dieser Ausstellung noch den größten Saphir der Welt, den „Stern von Indien“ anschauen können. 

In dem Museum wurde unter anderem der Film „Nachts im Museum“ mit Ben Stiller gedreht. Einige Drehorte und Kulissen können wir wieder erkennen. Der T-Rex erwacht in diesem Film zum Leben und auch einige ausgestellte Indianer Figuren erkennen wir wieder. 

Im American Museum of Natural History kann man wohl Tage verbringen. Nach fünf Stunden sind wir mehr oder weniger durch, vor allem mit der Bereifung und haben eigentlich alle Ausstellungen gesehen. Unsere Köpfe und Füße qualmen. Irgendwann kann man einfach nicht mehr aufnehmen. Das Museum ist aber wirklich toll gemacht und es macht Spaß durch die Geschichtsträchtigen Gänge zu wandern. 

Times Square by night

Obwohl wir eigentlich ziemlich kaputt sind, raffen wir uns trotzdem noch dazu auf, am Times Square auszusteigen. Einmal wollen wir den meistbesuchtesten Platz in Manhattan auch mal im Dunkeln erleben. Die Straße erinnert uns mit den bunten Leuchtreklamen und Werbetafeln fast ein bisschen an Japan. Wir lassen die verkleideten Batman, Mickey Mouse, Hulk und die Freiheitsstatue links liegen und begeben uns zu den roten Treppen. Von hier aus hat man einen super Blick auf den lebendigen Platz. 

Neben blinkenden Reklametafeln finden sich viele Theater, Musicals und Themenrestaurants auf dem Times Square. Auch das Shrimp-Restaurant „Bubba Gump“, bekannt aus dem Film „Forrest Gump“ und ein riesiger M&M Shops sind hier zu finden. 

Wir beobachten das bunte Treiben eine Weile lang. Als es uns dann doch zu kalt wird, machen wir uns langsam auf den Weg zu unserem Airbnb. Wir haben es ja nicht weit. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Doris und Hannes (Sonntag, 24 März 2019 09:46)

    Wie ihr wiedermal in Schrift- und Bildform sehr aufschlussreich berichtet, hat New York so einiges zu bieten und ist immer eine Reise wert. Während eurer Reise habt ihr so viele Metropolen gesehen, die ihr nun wunderbar miteinander vergleichen könnt. Wir wünschen euch, dass ihr diese tollen Eindrücke immer in Erinnerung behaltet.

  • #2

    Hildegard van Lier (Sonntag, 24 März 2019 17:06)

    Was für eine Stadt! Den langen Aufenthalt im Museum können wir nachempfinden, erinnert uns irgendwie am Louvre in Paris, wir wurden freundlichst gebeten doch zu gehen, da das Museum schließen wolle ;-). Danke für den Bericht und die Fotos.