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Muizenberg - Wie wir uns in Südafrika fühlen!

Der Landeanflug ist bereits vielversprechend. Der mächtige Tafelberg thront über der Stadt und zeigt sich uns aus dem Flugzeug völlig wolkenlos. Kapstadt wird auch als „Mother of City“ bezeichnet und spätestens jetzt können wir erahnen, warum. 

Angenehme 20 Grad und Sonnenschein empfangen uns, als wir den Flughafen verlassen und zu unserem Mietwagen laufen. 

Die ersten südafrikanischen Rand befinden sich in unseren Taschen und der nette Herr von der Mietwagenfirma macht mit uns die beste Mietwagenübergabe, die wir je hatten. 

Der lange Flug steckt uns zwar noch in den Knochen, aber nach diesem guten Start sind wir auf einmal hellwach und wollen mehr von Südafrika entdecken. 

Daniel legt die ersten Meter im Linksverkehr ohne Probleme zurück und so kommen wir nach kurzer Fahrt, sicher in Muizenberg an. Des öfteren wischt der Scheibenwischer von links nach rechts , wenn eigentlich der Blinker betätigt werden soll, aber das wird sich sicherlich noch legen. 

Positiver erster Eindruck

Muizenberg ist ein kleines Surferörtchen, 25km außerhalb von Kapstadt. Es gibt einen wunderschönen Strand, mit hübschen, bunten Holzhäuschen und ein paar Geschäfte, das wars. Genau das, was wir wollen. Etwas runterkommen und versuchen zu realisieren, was in den nächsten Monaten auf uns wartet. 

Warum wir als erstes Ziel auf unserer Weltreise Südafrika ausgesucht haben, können wir gar nicht wirklich erklären. Südafrika war schon öfter im Gespräch, aber aus irgendwelchen Gründen haben wir uns dann doch für andere Ziele entschieden. 

Jetzt, wo wir hier sind, sind wir von Anfang an, sehr beeindruckt. Eigentlich hatten wir gar keine richtige Vorstellung, wie es in Südafrika wohl ist.

Alle Menschen, die wir bisher getroffen haben, waren sehr nett und hilfsbereit. Die Verständigung mit Englisch klappt hervorragend. Keiner will uns irgendetwas verkaufen und läuft uns deswegen hinterher. Die Natur ist wundervoll und es macht unheimlich Spaß, mit dem eigenen Auto zu fahren und alle paar Meter anzuhalten, um zu staunen. 

Die letzten Jahre waren wir ja immer in Asien. Da bekommt man nach einem langen Flug schonmal die erste Keule, wenn man den Flughafen verlässt und diese heiße, schwüle Luft, wie eine Wand vor einem steht. Alles ist chaotisch. Jeder will dir ein Taxi oder Tuk-Tuk andrehen. Aber irgendwie lieben wir es trotzdem. 

Doch jetzt grade haben wir das Gefühl, dass wir mit Südafrika eine verdammt gute Wahl für das erste Land getroffen haben. Wir freuen uns sehr, Südafrika zu entdecken. 

Am Ankunftstag führte uns der erste Weg in den Supermarkt und der zweite Weg zum wunderschönen Strand. Die bunten Holzhäuschen sind ein toller Kontrast auf dem hellen Sandstrand. Die Holzhäuser können saisonal gemietet werden und dienen als Umkleidekabine oder Aufbewahrungsort für Surfbretter.

Bunte Holzhäuser am Strand in Muizenberg

Pinguinliebe

Am zweiten Tag fuhren wir nach Simonstown, zum Boulders Beach. Dort befindet sich eine von drei Pinguinkolonien in Südafrika. Die Pinguine gehören in Südafrika zu den bedrohten Tieren. Von den 1,5 Millionen Pinguinen, die 1910 noch existierten, sind jetzt grade mal 10% übrig geblieben. 

Ihre Eier gelten in anderen Länder als Delikatesse und wurden früher geklaut und verkauft. Außerdem hat der Guanoabbau viele brütende Pinguine und deren Eier auf dem Gewissen. Die Pinguine haben in dem weichen Gemisch ihre Nester gebaut. Guano ist ein Gemisch, das entsteht wenn Vogelkot und Kalkstein aufeinander treffen. Als eines der wichtigsten Exportgüter wurde Guano für Dünger und Sprengstoff benutzt. Der Abbau ist seit 1991 in Südafrika verboten.

Der Boulders Beach alleine ist schon sehr schön. Die Felsen, der Sand, das Wasser, der Himmel und im Hintergrund die Bergkette. Einfach eine unfassbar schöne Kulisse. 

Wir spazierten auf Holzstegen zu der Pinguinkolonie. Schon auf dem Weg erblickten wir den ein oder anderen Pinguin im Gebüsch.

An der Kolonie angekommen, waren wir den Pinguinen dann voll und ganz verfallen. So viele niedliche Tierchen, die ins Wasser gingen oder aus dem Wasser kamen oder einfach nur in der Sonne lagen. Wir waren entzückt und blieben eine ganze Zeit lang, um die Herrschaften zu beobachten. 

Einmal im Jahr mausern sich die Pinguine und bekommen neue Federn. In dieser Zeit können sie nicht ins Wasser und essen daher auch nichts. Vorher futtern sie sich ordentlich Reserven an, damit sie die circa dreiwöchige Mauserzeit überstehen. Deswegen sehen manche Pinguine so plüschig aus. 

Pinguine am Boulders Beach, Südafrika
Pinguine am Boulders Beach, Südafrika

Steffi schaut auf den Boulders Beach mit Pinguinen im Hintergrund, Südafrika
Pinguine am Boulders Beach, Südafrika

St. James Walkway

Nachdem wir uns von den Pinguinen losreißen konnten, sind wir wieder bis Muizenberg gefahren, um den St. James Walkway zu laufen. Wir liefen direkt am Wasser entlang zu anderen bunten Holzhäuschen am St. James Beach. Von da aus liefen wir weiter in das süße Fischerdörfchen Kalk Bay. Am belebten Hafen wurde noch versucht, die letzten Fische zu verkaufen. Etwas irritiert schauten wir zu, wie ein riesiger Seelöwe sich die Fischreste vom Tisch klaute, wo grade noch der Fisch zerlegt wurde. Mit einem großen Platscher sprang das Vieh wieder zurück ins Wasser. 

Wir schlenderten noch ein wenig durch das hübsche Örtchen und liefen nach einiger Zeit die selbe schöne Strecke direkt am Meer zurück nach Muizenberg. 

Tipp Essen in Kalk Bay

The Ice Cafe

Direkt an der Hauptstraße. Unfassbar leckeres Eis, mit riesen Kugeln. 

Frischer Fisch trocknet am Hafen in der Sonne
Steffi läuft den St. James Walkway. Im Hintergrund das Meer.

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Kommentare: 2
  • #1

    Hannes u.Doris (Freitag, 05 Oktober 2018 16:17)

    Hey Steffi, hey Daniel, das sieht so schön aus.Die frische Luft und der strahlend blaue Himmel würden uns auch gefallen .Die Pinguine sind so drollig.Beeindruckend ,die große Kolonie.Wir wünschen euch eine tolle Zeit mit vielen positiven Eindrücken.Tolle Bilder und ein interessanter Bericht .Liebe Grüße

  • #2

    Kurt Walter Lau (Montag, 08 Oktober 2018 15:21)

    Hallo Steffi und Daniel,
    unsere Reise nach SA liegt zwar schon eine ganze Weile zurück, aber wir denken immer noch sehr gerne daran. Wir sind seinerzeit kreuz und quer mit dem Auto und eine Strecke mit dem Flugzeug durch das Land gefahren bzw. geflogen und konnten von den vielen tollen Eindrücken nicht genug kriegen. Wir wünschen Euch eine sehr gute Zeit mit nur schönen Erlebnissen. Geht es auch noch in die Drakensberge und in den Krüger? Herzliche Grüße unbekannterweise von Gaby und Kurt aus Kevelaer-Twisteden