· 

Luxuszug nach Bangkok

Vom Meditationszentrum fuhren wir zum Bahnhof in Chiang Mai. Unser Ziel war Bangkok und der Nachtzug sollte uns 13 Stunden später in Thailands Hauptstadt ausspucken. 

Wir sind in Vietnam ja auch zweimal mit dem Zug gereist. Das war vollkommen ok. Wer einen absoluten Sauberkeitsfimmel hat, sollte besser nicht in die Ecken gucken und sich fragen, ob das Bettzeug frisch ist. 

Auch in Thailand ist der Zug eine gute Möglichkeit komfortabel von A nach B zu kommen, wenn man nicht Fliegen möchte oder einem beim Busfahren schnell schlecht wird. Wir versuchen auf unserer Reise weitestgehend auf Inlandsflüge zu verzichten und nur zu fliegen, wenn es nicht anders geht. Wir haben ja Zeit und können ruhig ein paar Stunden länger unterwegs sein, haben dann aber dafür der Umwelt einen Gefallen getan. 

Da wir den Zug relativ spontan gebucht haben, waren schon einige Sitzkategorien ausgebucht. Eigentlich hätten wir gerne einen Platz im Schlafabteil mit Ventilator gehabt. Es war aber nur noch Platz im Schlafabteil mit Klimaanlage. Da wir unsere asiatischen Freunden ja kennen, packten wir vorsorglich einige warme Sachen nach oben in den Rucksack. 

Luxuszug

Der Zug entpuppte sich als richtiger Luxuszug. Alle war super sauber und während der 13 stündigen Fahrt wurde ebenfalls regelmäßig der Müll eingesammelt und der Boden gewischt. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich. Von Schaffner, über Ticketkontrolleur, bis hin zur Reinigungsdame. 

Unsere Plätze befanden sich zuerst unten. Daniel teilte sich seine „Nische“ mit einem älteren Thailänder und ich saß einer sehr netten Chinesin gegenüber. Innerhalb kürzester Zeit teilte sie ihr komplettes Essen mit uns. Wir bekamen Ananas, Bonbons und konnten Klebereis mit Sesam aus einem Zuckerrohr probieren. 

Es dauerte auch nicht lange, da saßen wir mit Mütze, Schal und Jacke auf unseren Sitzen. Die Klimaanlage war wieder mal auf Gefrierfach eingestellt.

Daniel hatte sich schon in Chiang Mai in einem Einkaufszentrum erkältet und saß da nun mit seiner Schniefnase. 

Pünktlich um 18 Uhr fuhr der Zug ab und wir vertrödelten uns die Zeit ein wenig mit Video schneiden und Blogbeitrag schreiben. 

Warme Decken

Gegen 20 Uhr kam der Schaffner und fragte, ob er die Betten fertig machen dürfte. Mit gekonntem Handgriff klappte er das obere Bett um, zauberte aus den unteren Sitzen ein zweites Bett und bezog die Matratzen mit einem frischen Laken. Was ein Service. 

Wir krabbelte nach oben, in unsere Betten und waren erstaunt, wie gemütlich unsere kleine Schlafkoje war. Durch die Vorhänge hätte man genug Privatsphäre und war auch etwas besser vor der Klimaanlage geschützt. 

Mein absolutes Highlight waren aber die Decken. Frisch gewaschen und verpackt. 

Ich habe keine Ahnung von Chemie, also fragt mich nicht wie das funktioniert, aber die Decken wurden nach dem Auspacken warm. Mega gut. 

Mit Schlafbrille und Oropax ließ es sich ganz gut schlafen und so kamen wir relativ entspannt um 7 Uhr in Bangkok an. 

One night in Bangkok

Daniel und ich sind ja meistens einer Meinung, außer bei Bangkok. Daniel findet die Stadt super, ich nicht. Ich finde Bangkok ist noch lauter, heißer und stinkiger als andere Großstädte. Außerdem finde ich es schwierig in der Stadt von A nach B zu kommen. Es gibt Boote, die auf dem Fluss verkehren, U- Bahn und Co, aber das Zentrum rund um die Khao San Road lässt sich mit diesen Verkehrsmitteln nicht erreichen. Da muss man dann auf Taxis oder Tuk Tuks zurückgreifen. Das heißt aber auch gleichzeitig, man muss über den Preis diskutieren und steht eventuell im Stau. In Bangkok ist irgendwie immer Stau, aber grade zu den Rush Hour Zeiten, ist kein Durchkommen. Vor zwei Jahren, haben wir tatsächlich kein Taxi oder Tuk Tuk gefunden, welches uns zur Rush Hour, vom Lumphini Park zu unserem Hotel fahren wollte. 

Deswegen sollte die Lage der Unterkunft gut gewählt sein. 

Wir übernachteten im Grey Sheep Hostel, in der Nähe vom Bahnhof. 

Von da aus, konnten wir zum MBK Einkaufszentrum laufen. Daniel war auf der Suche nach einem neuen Objektiv für seine Kamera und ist im MBK fündig geworden. 

Wir schlenderten also nur ein bisschen durch Bangkok, tranken mal hier einen leckeren Kaffee, mal da einen Mangoshake und schwitzen uns kaputt. Es war echt richtig heiß. Kein Lüftchen war zu spüren und die Abgase machten die Luft auch nicht wirklich angenehmer. 

Am nächsten Morgen ging es früh mit den Grabfahrer zur Khao San Road, wo wir in den Bus stiegen, der uns endlich wieder ans Meer und zu unserem Ziel für Weihnachten bringt. 

Es bleibt dabei: Bangkok ist nicht meine Stadt, aber Daniel findet es super hier. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Hildegard van Lier (Sonntag, 23 Dezember 2018 12:30)

    Hi ihr Lieben, da stimme ich dir wohl zu Steffi, mir wäre das wahrscheinlich auch zu laut, zu stickig, zu chaotisch und was weiß ich noch alles. Tolles Video mal wieder, mit klasse Eindrücken. Liebe Grüße aus dem verregneten Kevelaer, Hildegard und Horst.