· 

Fushimi-Inari Schrein - Unser Highlight in Kyoto

Da unser Hostel ausgebucht war und wir gerne noch in einer anderen Ecke von Kyoto wohnen wollten, wechselten wir am Montag unsere Unterkunft. Das neue Hostel war nur 5 Minuten vom Fushimi-Inari Schrein entfernt. 

Der Fushimi-Inari Schrein in Kyoto gehört wohl zu den bekanntesten und meist besuchten Schreinen in ganz Japan. Wie der Name schon verrät ist dieser Shinto-Schrein der Reis-Gottheit Inari gewidmet. Diese Gottheit ist in Japan sehr populär und es gibt eigentlich in jeder Stadt mindestens einen Schrein, der ihr gewidmet ist. Inari wird häufig als Fuchs dargestellt und so befinden sich in dem ganzen Komplex viele Fuchsstatuen. 

Bekannt ist der Schrein vor allem durch die vielen orangenen Tore, die eine Allee bis zur Spritze des 233m hohen Mount Inari bilden. Ingesamt befinden sich auf der Anlage weit über 5000 Tore, die von Firmen oder Privatpersonen gespendet wurden. Ein kleines Tor kostet 1000€ und das Größte 10.000€. 

Stay Inn oder eher Stay Out

Gegen 11 Uhr machten wir also auf den Weg in unser neues Hostel, schwer bepackt versteht sich. Als wir ankamen, waren wir etwas ernüchtert, denn es war niemand da und wir standen vor verschlossener Tür. Glücklicherweise konnten wir das WLAN Passwort durchs Fenster erspähen. So konnte ich schnell die Mails checken und erkennen, dass ich den Hinweis, sich bitte zu melden, wenn man vor 14 Uhr anreist, knallhart überlesen habe. Seltsames Hostel, die Rezeption ist tatsächlich nur von 14-20 Uhr besetzt. Ein netter, älterer Japaner versuchte noch für uns die angegebene Telefonnummer anzurufen, aber er hatte kein Erfolg. Trotzdem sehr lieb, dass er uns helfen wollte. 

Wir nutzen die Zwangspause um ein Visum für unser nächstes Reiseland zu beantragen, ein wenig Reiseplanung zu machen und einen neuen Blogbeitrag online zu stellen. Wir hatten ja immerhin Internet. 

Um Punkt 14 Uhr kam endlich ein Mitarbeiter des Hostels. Er war sehr nett und hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen, dass wir so lange warten mussten. Ist aber auch eine seltsame Organisation. 

Kyoto - Der vollste Ort in Japan?

Wir wurden nach wie vor nicht wirklich warm mit Kyoto. Auch wenn die Stadt weniger voll war, als am Wochenende, kam bei uns kein Feeling auf. Im Internet lasen wir, das Kyoto die meistbesuchteste Stadt Japans ist, somit wohl auch die Vollste. 

Wir haben uns schon vorher so auf den Fushimi-Inari Schrein gefreut und ahnten, dass dieser Ort unser Highlight in Kyoto werden würde. 

Mit Recht ist der Schrein DIE Sehenswürdigkeit in der Stadt und vielleicht auch im ganzen Land.

Um den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen, standen wir bereits um 6.15 Uhr vor dem ersten riesigen, orangenen Tor. 

Etwas erschrocken waren wir, als wir sahen, dass schon ziemlich viele Menschen die selbe Idee hatten. Die ersten Meter waren nervig. Man lief sich gegenseitig ins Bild und es herrschte eine hektische Atmosphäre. Jeder wollte den besten Shot machen. 

Wir versuchten von dieser Hektik nicht anstecken zu lassen, aber wir waren zuerst etwas enttäuscht. So früh aufgestanden und trotzdem so viele Touristen vor Ort. 

Fushimi-Inari - Der tollste Ort in Kyoto!

Es stellte sich aber relativ schnell heraus, dass die Instagram Mäuschen, im perfekten Outfit wohl etwas lauffaul waren und sich mit den ersten zwei Toralleen zufrieden gaben. Der Aufstieg zum Mount Inari war daher super ruhig und entspannt. Der Weg führte durch einen Wald und zwischendurch konnten wir einen Ausblick auf die Stadt erhaschen. Die meiste Zeit waren wir für uns, konnten so viele Bilder machen, wie wir wollten und einfach nur staunen. Die Atmosphäre war sehr Stimmungsvoll. Die Bäume verloren ihre Blätter und sobald ein Windstoß vorbei zog, fielen diese mystisch zu Boden. In Kombination mit den Rufen der Krähen und der Umgebung, der erste richtige Gänsehautmoment für uns in Kyoto. 

Wir brauchten ungefähr zwei Stunden bis zur Spitze des Mount Inari, aber wir ließen uns auch ziemlich viel Zeit. Zu fotogen und bewundernswert war die Kulisse. Ein magischer Ort. 

Inari Schrein Kyotot Steinweg führt durch Orangene Tore

Steinweg führt durch mit japanischen Schriftzeichen beschrifteten Orangenen Toren

Nara - Next Stop!

Auf dem Rückweg kamen uns übertrieben viele Menschen entgegen und spätestens als wir wieder am Hauptschrein ankamen, waren wir froh, uns so früh aus dem Bett gequält zu haben. 

So hatte Kyoto doch noch einen schönen Abschluss für uns und ein Highlight, was wir in Ruhe genießen konnten. 

Morgen gehts für uns weiter nach Nara. Hier werden wir dann auch unsere erste Dorm-Room Erfahrung in Japan machen. Hoffentlich ist kein Schnarcher unter den anderen Gästen. 

Der passende Vlog dazu!

Kommentare: 3
  • #3

    Hildegard van Lier (Mittwoch, 14 November 2018 18:35)

    Hallo ihr lieben, der Schrein hat es ja wirklich in sich. Er wirkt so unendlich, so weit, so unbeschreiblich endlos. Hoffentlich gefällt es euch in Nara besser. Viel Spaß dort und liebe Grüße, Mama und Papa.

  • #2

    Jutta (Mittwoch, 14 November 2018 18:20)

    Was ihr da schreibt hört sich schon wirklich einwenig bizarr an, aber es gibt einfach immer weniger Orte auf der Welt die man allein für sich hat. Da lohnt es sich die Nacht abzubrechen, sehr schöne Bilder! Einfach eine andere Welt. Weiterhin ein gutes Händchen bei euren Aktivitäten!

  • #1

    Hannes u.Doris (Mittwoch, 14 November 2018 17:11)

    Hallo ihr Lieben, der Fushini-Inari-Schrein sieht wunderschön aus..Diese warmen Farben geben was heimeliges. Wir freuen uns schon auf die Berichte von Nara und eure Dorm Room Erfahrung. Eine schöne Zeit und liebe Grüße vom sonnigen und kühlen Niederrhein