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Roadtrip Costa Rica

Von Frankfurt flogen wir mit Delta Airlines nach San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Unsere Zwischenlandung in den USA war damals schon abenteuerlich, weil wir den Beamten Rede und Antwort stehen mussten, was wir denn so vorhaben in den USA und in Costa Rica. Mittlerweile werden die Befragungen bei der Einreise oder beim Transit wahrscheinlich noch etwas intensiver sein. 

Die ersten Tage in Costa Rica verbrachten wir in Santa Ana. Ein kleines Dörfchen ohne nennenswerte Highlights, aber zum Akklimatisieren ganz gut geeignet.

Unseren Mietwagen, den wir vorher in Deutschland gebucht hatten, holten wir relativ schnell ab, um die Umgebung zu erkunden. Die Autovermietung gab uns ein Upgrade und so sollte ein Toyota RAV 4 Geländewagen unser Gefährt für unseren Roadtrip durch Costa Rica sein. 

Das erste Mal im Regenwald … 

Wir fuhren zum La Paz Waterfall Garden, eine Mischung aus Naturpark und Zoo. Hauptsächlich kamen wir wegen der Wasserfälle hier her. Es gab Wanderwege, die uns zu fünf verschiedenen Wasserfällen, mitten im Regenwald führten. Da wir ja noch nie vorher im Regenwald waren, waren wir begeistert von der tollen Natur. Es gab zusätzlich ein Schmetterling- und ein Vogelhaus, indem Daniel von einem Tukan angeschissen wurde. Bringt bestimmt Glück. 

Wasser im Regenwald
Ein Tukan. Paradiesvogel.

Von Santa Ana starteten wir unseren Roadtrip in Richtung Playa Tamarindo, ein Surferörtchen mit schönem Strand und hohen Wellen. Wir trauten uns mit einem Boogie Board in die Wellen, sahen wunderbare Sonnenuntergänge am Strand und verbrachten einfach ein paar entspannte Tage in dem netten Ort. 

 

Tipp Schlafen in Playa Tamarindo

Hotel Pasatiempo

Sehr schöne Anlage, mit vielen Pflanzen. Morgens gab es ein wunderbares Frühstück.

Sonnenuntergang am Strand von Costa Rica. Auf dem Meer Schiffe.

Unsere nächste Fahrt führte uns vorbei an Stauseen, Bergen und wunderbaren Ausblicken. Wir fuhren nach La Fortuna. Die Hauptaktivität in La Fortuna ist sicherlich der aktive Vulkan El Arenal. 

 

Aktiver Vulkan

Selten kann man den Vulkan komplett wolkenfrei erblicken, meistens versteckt er sich. Um den El Arenal kann man eine 7km lange Wanderung unternehmen, die einen durch schöne Vegetation und zu einem erkalteten Lavastrom führt. Der Lavastrom ist beim letzten Vulkanausbruch 1992 entstanden und von hier aus hat man eine gute Sicht auf den El Arenal. Zum Vulkan selber darf man nicht hoch wandern, da er noch aktiv ist. 

Am nächsten Tag besuchten wir die Hanging Bridges. 14 Hängebrücken und einige Wanderwege führten uns durch schöne Umgebung und von einer Hängebrücke konnten wir den El Arenal sogar kurz komplett wolkenfrei sehen.

Vulkan in La Fortuna, Costa Rica. Fast Wolkenfrei zu sehen.

Seltene Vögelchen

Der nächste Stopp führte uns in die Region Monteverde. Diese Region ist bekannt für seine vielen Naturreservate. Wir blieben im kleinen Ort Santa Elena und entschieden uns für das Curi-Cancha Wildlife Reservat. Unser Guide war wirklich super, er erklärte unheimlich viel und auch wenn wir fast nur Vögel sagen, war es sehr interessant. Wir sahen einen Quetzal, die Vogelkenner unter euch, wissen vielleicht, dass das wohl eine sehr seltene Vogelart ist. Wir waren deswegen jetzt nicht so aus dem Häuschen, es war aber trotzdem ein schönes Reservat. 

Im Dschungel von Monteverde machten wir auch eine Ziplining-Tour. Um uns direkt zu Beginn die Angst vor der Höhe zu nehmen, konnten wir den Tarzan Swing machen. Dafür sind wir auf ein 6 Meter hohes Gerüst gestiegenen und wurden an einem Seil befestigt. Dann konnten wir uns von dem Gerüst stürzen und wie in einer Schaukel von der einen zur anderen Seite schwingen. Erst wollte ich nicht so recht, habe dann aber aus Gruppenzwang doch mitgemacht. Nochmal würde ich das allerdings nicht machen. Aus Höhen irgendwo runter springen ist nicht so meins. Insgesamt wurden 15 Ziplines durch den Dschungel gespannt. Zwischen den einzelnen Ziplines sind wir ein bisschen gewandert. Unser Guide zeigte uns dabei einige Pflanzen und Tiere, unter anderem auch eine Vogelspinne. Die Tour hat viel Spaß gemacht und durch den Urwald zu sausen war echt cool. 

Nach einigen Tagen in der Region Monteverde fuhren wir weiter nach Bijagua de Upala. Hier besuchten wir den Rio Celeste, wo wir einige Stunden verbrachten. Der Fluss hat eine sehr unnatürliche Farbe, die durch Mineralien im Wasser entsteht. Wir sind am Fluss entlang gewandert und konnten uns gar nicht satt sehen an dem Naturschauspiel. 

 

Tipp Schlafen in Bijagua

Sueno Celeste Bed&Breakfast

Niedlich eingerichtete Häuschen, unter belgischer Leitung. Morgens gab es ein fantastisches Frühstück mit selbstgebackenem Brot, selbstgemachter Marmelade und Eiern von den eigenen Hühnern.

 

Bis zu unserem nächsten und auch letzten Ziel hatten wir 350km Fahrt vor uns. Wir wollen an die Karibikküste nach Puerto Viejo de Talamanca. Die Fahrt dauert den ganzen Tag. In Costa Rica ist die Höchstgeschwindigkeit 60km/h und in einem Ort standen wir einige Zeit im Stau, weil wir plötzlich Teil eines Beerdigungsumzugs waren.

Türkisblauer Fluss in Bijagua, Costa Rica.
Blonde Frau auf Brücke über einem Fluss in Costa Rica.
Wasserfall am Rio Celeste, Costa Rica.

Kein karibisches Wetter

Leider war das Wetter nicht auf unserer Seite. Es war die meiste Zeit bewölkt und es regnete häufiger. Trotzdem machten wir das Beste aus dem Wetter und erkundeten die Gegend mit dem Fahrrad, spazierten am Strand entlang und stürzten uns in die Wellen. 

In Puerto Viejo besuchten wir das Jaguar Rescue Center. Das ist eine Auffangstation für verletzte und ausgesetzte Tiere. In dem Häuschen, wo die kleinen Affen aufgepäppelt wurden, hätte ich Stunden bleiben können. In der Station wurden auch einige Faultiere gesund gepflegt. 

Unsere Unterkunft organisierte uns am letzten Tag einen Guide, der mit uns eine Dschungeltour machte. Dafür fuhren wir ins nächste Dorf Manzanillo und trafen auf Achilles. Er hat ein Häuschen im Dschungel, wo wir auch zuerst hinwanderten. Als Erfrischungsgetränk bekamen wir eine Kokosnuss, die er kurzer Hand vom Baum holte und mit seiner Machete aufschlug. Von seinem Haus wanderten wir weiter in den Dschungel und Achilles zeigte uns einige Frösche, Affen und eine Schlange. Wir waren froh ihn dabei zu haben, denn alleine hätten wir wohl nicht wieder zurück gefunden. 

 

Tipp Schlafen in Puerto Viejo

Physis Caribbean Bed&Breakfast

Diese süße Unterkunft wird von Emilie und Jeremy, ihren 2 Hunden Gizmo und Vida und der Katze Lucy, aus den USA betreiben. Es fühlt sich eher an wie in eine WG, alles ist offen gestaltet und morgens frühstücken alle zusammen an einem Tisch. Die Anlage ist mit viel Liebe gestaltet worden. Es gibt einige Hängematten und gemütliche Sitzecken. 

Frau am Strand von Costa Rica.
Grüner Frosch auf einem Blatt im Regenwald.

Insgesamt sind wir in den drei Wochen 1500km durch Costa Rica gefahren. Das Autofahren war einfach, die Straßenverhältnisse waren meistens gut, nur die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60km/h machte das Reisen manchmal langwierig. Costa Rica ist wirklich reich an Naturhighlights. Teilweise waren wir überrascht, wie teuer Costa Rica ist. Die Eintrittsgelder lagen immer um die 10$, beim Essen war man auch schnell mit 40$ dabei. Das summierte sich mit der Zeit und so war Costa Rica für uns teurer als gedacht. Wir haben einige Highlights aus Zeitgründen weggelassen. Der Corcovado Nationalpark im Südwesten und die Westküste soll z.B. sehr schön sein. Außerdem hätten wir uns einen Abstecher nach Panama gut vorstellen können. Von der Karibikküste kommt man gut zu den schönen Inseln Bocas del Toro. Wir versuchten spontan einen Transport zu bekommen, es war aber schon alles ausgebucht. Wir konnten ein wenig Spanisch sprechen, sind aber mit Englisch wunderbar zurecht gekommen. 

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