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Chiang Mai

Das erste Mal lernten wir Thailand in einem 3 Wochen Urlaub 2016 kennen. Am Anfang waren wir ganz schön überfordert mit der Planung, weil Thailand so groß ist. Dank der guten und günstigen Flugverbindungen, konnten wir aber sowohl den Norden, als auch den Süden besuchen. 

 

Mit Emirates kamen wir relativ entspannt abends in Bangkok an. Da wir die Riesenmetropole lieber zum Ende unserer Reise besuchen wollten, übernachteten wir nur eine Nacht in der Nähe vom Flughafen und flogen am nächsten Morgen direkt weiter in den Norden von Thailand, nach Chiang Mai. 

 

Tipp Schlafen in Bangkok

Lillac Relax Residence

Liebevoll eingerichtete Unterkunft in der Nähe vom Flughafen. Eine Abholung vom Flughafen wird angeboten.  

 

Entspanntes Chiang Mai 

In Chiang Mai angekommen waren wir voller Tatendrang und liehen uns direkt Fahrräder beim Hotel aus, um die Stadt zu erkunden. Wir sahen uns einige Tempel an, waren in netten Cafés und am Ping Fluss. 

Bei 39 Grad am Mittag konnte man es auf dem Fahrrad ganz gut aushalten, aber in der Sonne stehend kam man sich vor wie ein Spanferkel. Der April ist übrigens der heißeste Monat in Thailand, was sich hiermit wohl bestätigen lässt. 

Nach der schweißtreibenden Fahrradtour waren wir froh, dass unser Hotel einen Pool hatte. 

 

Tipp Schlafen in Chiang Mai 

Golden Bell Hotel

Gute Lage direkt am Osttor und somit an der Saturday Walking Street und dem Nachtmarkt. Der Nachtmarkt wird jeden Abend aufgebaut. 

Fahrräder gibt es gratis, sehr praktisch. 

Blonde Frau schließt Fahrrad in Thailand ab
Dim Sum auf Herdplatte

Eine typische Thai Massage wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. 

Auf jeden Fall ein Erlebnis. Die Thai Massage ist keine Öl Massage wie wir sie kennen, sondern besteht aus Akupressur und Streckung wie beim Yoga. Zuerst bekommt man gemütliche Kleidung an und legt sich auf eine Matratze auf den Boden. 

Die meiste Zeit tut die Massage ziemlich weh. Grade die Stellen wo es am meisten weh tut, werden aufgespürt und intensiv bearbeitet. Des öfteren habe ich gedacht: "Nein, sie kann doch jetzt nicht..." Doch, sie kann. Es wird gedrückt, gestreckt, gedehnt was das Zeug hält und das mit vollem Körpereinsatz. Mit den Händen, Ellenbogen und Füßen. Als Bestätigung das die Massage wirksam ist, knacken die Knochen fröhlich vor sich hin. 

"Relax your Body" sagte sie, als ich auf den Knien, vornübergeneigt und mit dem Kopf auf dem Boden lag. Die Masseurin lag dabei auf mir.

Im Nachhinein fühlten wir uns allerdings sehr gut und irgendwie sortiert.

 

Tipp Cafe in Chiang Mai 

Bann Phor Liang Meun

Eine Mischung aus Café und Museum. Ein wunderbar ruhiger und verwunschener Ort, mit vielen Statuen und niedlichen Hörnchen in den Bäumen. 

Ton Statur Buddha in Chiang Mai
Ton Statur Buddha in Chiang Mai

Ich Tarzan, Du Jane!

In Chiang Mai buchten wir eine Ziplinetour durch den Dschungel. Ziplining haben wir bereits vor einigen Jahren in Costa Rica gemacht und fanden es sehr spaßig. 

Wir wurden morgens abgeholt und fuhren 1 Stunde in die Berge. Angekommen im Dschungel, wurden wir mit Helm und Gurten ausgestattet. 

Insgesamt gab es 7 km gespannte Ziplines quer durch den Dschungel. Die längste Zipline war 800m lang. Ein guter Mix aus Wanderung und durch den Dschungel sausen. 

 

Tipp Ziplining in Chiang Mai

Flight of the Gibbon

Wir waren sehr zufrieden, es war sehr lustig und wir haben uns immer gut aufgehoben gefühlt.

 

Schon bevor wir nach Thailand gekommen sind, befassten wir uns viel mit dem Thema Elefantencamps. In Chiang Mai stehen jede Menge Camps zur Auswahl. Uns war wichtig in ein Camp zu fahren, wo die Elefanten nicht geritten, nicht an Ketten gehalten werden und keine dämlichen Kunststücken aufführen müssen. Als vor vielen Jahren die Abrodung der Bäume in den Wäldern verboten wurde, waren plötzlich viele Elefanten arbeitslos. Einige Elefanten wurden einfach getötet, andere landeten im Elefantencamps um Touristen zu bespaßen. Mittlerweile ist das Bewusstsein bei Vielen Gott sei Dank vorhanden, dass diese wunderbaren Tiere gut behandelt und geschützt werden müssen.

Elefantenbeine

Elefantenliebe

Wir fuhren 1,5 Stunden aus Chiang Mai raus. Jeder aus unserer Gruppe schnappte sich eine Bananenstaude, die vorher auf dem Markt gekauft worden war und so machten wir uns auf den Weg zu den Elefanten. Ein bisschen mussten wir über Stock und Stein wandern, bis wir auf einmal die ersten Elefanten erblickten. Es gibt insgesamt 10 Elefantendamen und ein 2 Monate altes Baby. Unser Guide erklärte uns viel über das Camp und die Tiere. Nach der Lehrstunde fand der erste vorsichtige Kontakt statt. Wir begrüßten die Elefanten etwas zaghaft und schleimten uns erstmal mit Bananen ein. Die Damen waren ganz schön verfressen und auch wenn man sich bemühte, die Bananen hinterm Rücken zu verstecken, ging der Rüssel um einen rum und die Bananen waren weg. 

Den Tieren so nah gegenüber zu stehen war sehr beeindruckend. Die Elefanten waren sehr freundlich, trotzdem musste jeder gut auf seine Füße aufpassen, damit nicht plötzlich ein Elefant drauf steht. 

Nach dem kleinen Bananensnack spazierten wir mit den Elefanten runter zum Fluss. Wir durften vorerst nur zuschauen, wie die Damen sich im kühlen Nass erfrischten. Auch uns war warm, aber unsere Abkühlung sollte erst noch kommen. 

Die Elefanten wurden zur Mittagsruhe tiefer in den Wald gebracht um sich auszuruhen. Wir ruhten uns auch ein wenig aus und bekamen ein leckeres Mittagessen. Nach der Pause haben wir einen Brei zubereitet, der in Kugeln geformt wurde. Diese Kugel war eine Art Desert für die Elefanten. Als wir fertig waren, kamen auf einmal 10 ausgeruhte Tiere auf uns zu gestürmt, sie ahnten wohl, dass es jetzt was leckeres gab. Ich war kurz besorgt, dass die Tiere nicht rechtzeitig stehen bleiben würden und mich einfach umrennen.

Mann füttert Elefanten mit einer Banane

 

Schlammpackung

Nun war Spa Zeit angesagt. Wir wanderten mit den Elefanten zu einem Schlammloch. Wobei die Elefanten eigentlich eher Richtung Schlammloch rannten und wir Mühe hatten ihnen so schnell zu folgen. Sie suhlten sich herrlich in dem kühlen Schlamm, sollten aber von uns abgeschrubbt werden. Also alle in das Schlammloch und Elefanten abschrubben. War zwar herrlich kühl, aber auch ein bisschen ekelig. Meine Sorge Durchfall zu bekommen, stellte sich glücklicherweise als unbegründet heraus. 

Dann ging es wieder mit allen ab zum Fluss. Mensch und Tier mussten sauber gemacht werden. Wir spritzen die Elefanten Schüsselweise nass, umgekehrt hatten sie es etwas leichter und so bekam ich die ein oder andere Wasserladung aus dem Rüssel ab. 

Ein wunderbarer Tag neigte sich dem Ende und wir kamen glücklich und zufrieden wieder in Chiang Mai an. Was für liebenswerte Tiere. 

 

Tipp Elefantencamp in Chiang Mai 

Elephant Jungle Sanctuary 

Für welches Camp ihr euch auch entscheidet, bitte achtet darauf, dass nicht auf den Elefanten geritten wird, sie keine Kunststücke aufführen müssen oder an Ketten gehalten werden. Bei der Elephant Jungle Sanctuary hatten wir das Gefühl, dass zum Wohl der Elefanten gehandelt wird. 

Frau wird von einem Elefantenbaby ins Knie gebissen
Frau streichelt Elefanten

Was macht der Schweinedarm in unserer Suppe

Da wir ja unheimlich gerne Essen, durfte in Chiang Mai ein Kochkurs nicht fehlen. 

In der Kochschule angekommen konnten wir aus mehreren Gerichten wählen, die wir gerne kochen wollten. Bevor wir aber den Kochlöffel schwingen konnten, kauften wir auf dem lokalen Markt einige Zutaten ein.

Wir waren eine sehr nette Gruppe und hatten viel Spaß beim kochen. Das Essen schmeckte sehr gut und es konnten einige Fragen geklärt werden, was in dem ein oder anderen Gericht von den Garküchen auf dem Nachtmarkt drin ist. Das undefinierbare Stückchen in unserer Suppe vom ersten Abend war wohl Schweinedarm. 

 

Tipp Kochschule in Chang Mai 

Zabb E Lee Thai Cooking School 

Gut organisierter Kochkurs, mit netter Lehrerin.

 

Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Chiang Mai, haben viel gesehen und erlebt. Der Norden von Thailand ist wunderbar und es gibt verschiedenste Möglichkeiten seine Zeit zu gestalten. Für uns geht es weiter Richtung Süden, auf eine Insel im Golf von Thailand. 

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