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Byron Bay - Der chilligste Ort Australiens?

Ein Mensch schöner als der Andere, die coolen Surfer auf der Suche nach der besten Welle, in den Straßen Livemusik, die Sonne knallt vom strahlend blauem Himmel und die Strände scheinen endlos zu sein - Willkommen in Byron Bay! 

Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, möchte ich behaupten, dass Byron Bay einer der chilligsten Orte dieses Planeten ist. Der Vibe in dieser Stadt ist einfach unendlich entspannt, was nicht zuletzt an den ganzen coolen Cafés und Restaurants, an dem Schlag Mensch hier und an dem fantastischen Wetter liegt. Egal ob an der Bar oder beim Aldi an der Kasse, es wird gefragt, wie denn dein Tag so war und ob es dir gut geht. Wirklich super freundliche und lockere Menschen hier. Die braun gebrannten Mädels und Jungs zeigen was sie haben. Hier gehört es zum guten Ton oben ohne oder im knappen Bikini durch die Stadt zu laufen. 

Byron Bay lebt einfach von seinen Surfern. Gefühlt surft hier jeder, außer uns. Wir schauen ganz neidisch zu, wie die vielen Surfer ins Wasser sprinten, auf eine gute Welle warten und sie dann perfekt stehen. Irgendwann werden wir das auch mal ausprobieren. Und wenn ich mir nur ein Surfbrett ausleihe, um damit cool am Strand auf und ab zu laufen. 

Italienische Airbnb Familie

Unser Zuhause für die nächsten Tage ist ein Airbnb Zimmer, im Haus einer süßen italienischen Familie. Neben der größten Katze der Welt, Charlie, flitzen noch der fünf jährige Alessandro und die drei Monate alte Sofia, durchs Haus. Wobei Sofia natürlich nicht durchs Haus flitzt. Sie wird mit Vorliebe rumgetragen und ist wirklich ganz bezaubernd. Die Familie vermietet insgesamt zwei Zimmer. Im anderen Zimmer wohnen im Moment zwei Australier, ebenfalls sehr nett. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einer WG. Alles ist sehr entspannt. Wir können alle Bereiche nutzen, unsere Wäsche waschen, im Garten relaxen und in der Küche ist immer jemand für einen Schnack zu finden. Auch die Fahrräder können wir mitbenutzen. Das ist super praktisch, um ein bisschen durch Byron Bay zu cruisen. Auch hier wundern wir uns über die absolute Tiefenenstpannung. Die meisten hätten wahrscheinlich mit zwei Kinder, davon eins grade erst geschlüpft, besseres zu tun, als sich mit Fremden das eigene Haus zu teilen. Aber Valentina und Fernando sind immer super nett, helfen wo sie nur können und backen sogar noch Kuchen für alle. Sehr bemerkenswert. 

Eines Abends meinte Fernando ganz beiläufig zu mir, dass ich aufpassen sollte, wenn ich in den Garten gehe, denn da sei eine Schlange. Ich musste erstmal nachfragen, ob ich das auch richtig verstanden hatte. Fernando zeigte uns die Schlange auch direkt. Er meinte aber sie sei nicht giftig, nur eine Python. Ach so, dann gehts ja. Wofür dann die Aufregung, wenn es nur eine Python ist. Anscheinend kommt so ein Besuch hier öfter vorbei. Blöd ist nur, dass Charlie, die Katze, es schafft, die Tür mit dem Fliegengitter, aufzuschieben und so war die Schlange auf dem besten Weg ins Haus. Charlie macht die Tür natürlich nicht hinter sich zu. Das muss wohl nochmal geübt werden. 

Lighthouse Trail

Einen Nachmittag brachen wir auf, um den vier Kilometer langen Lighthouse Trail zu laufen. Der Trail führte teilweise durch einen Wald und wir waren froh, dass die Bäume Schatten spendeten. Als wir aus dem Wald rauskamen, wartete eine grandiose Aussicht auf uns. Wir konnten den scheinbar endlosen Tallow Beach in seiner ganzen Pracht bewundern. Da wurde der Leuchtturm fast zur Nebensache. Aber nur fast, denn nur wenige Meter weiter befindet sich der östlichste Punkt Australiens. Den ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Immerhin waren wir in Südafrika ja auch schon am südlichsten Punkt von Afrika. 

Am Little Wategos Beach kühlten wir unsere dampfenden Füße im Meer ab. Am Strand war nicht viel los, da man ihn nur zu Fuß erreichen kann. 

Nach einer kleinen Verschnaufspause wanderten wir weiter zum Ausgangspunkt, wo unsere Fahrrädern auf uns warteten. 

Weiter ging es Richtung City. Wir entdeckten eine coole Bar mit Happy Hour und gönnten uns unser erstens australisches Bier. Sogar in Byron Bay selber, von der Stone & Wood Brewery, gebraut. Schmeckte sehr gut. 

 

Am Strand und in der Stadt ist es nicht erlaubt Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken. So fällt es flach, sich ein günstiges Bier am Kiosk zu kaufen und sich am Meer den Sonnenuntergang anzusehen. Wie streng das jetzt kontrolliert wird, wollen wir lieber nicht ausprobierten. 

Den Sonnenuntergang sahen wir uns trotzdem am Strand an, nur halt ohne Bier. Danach ging es langsam wieder Richtung Airbnb. Nicht ohne das eine oder andere Mal bei den verschiedenen Straßenmusikern anzuhalten. An jeder Ecke singt ein anderer Künstler, mal besser, mal schlechter. Dadurch wird die Atmosphäre noch ein Stückchen entspannter und chilliger, wenn das überhaupt noch möglich ist. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Hannes u.Doris (Sonntag, 13 Januar 2019 13:40)

    Hallo ihr Lieben, das muss Charlie aber noch lernen, die Tür hinter sich zuzumachen .Auch wenn die Python nicht giftig ist ,eine Umarmung ist nicht weniger gefährlich. Die Australier scheinen ja locker drauf zu sein.Entspannt halt. Wir wünschen euch noch eine gute Zeit und passt auf euch auf. Liebe Grüße vom verregneten Niederrhein.

  • #2

    Hildegard van Lier (Sonntag, 13 Januar 2019 16:45)

    Hallo Ihr Lieben, wir stellen uns gerade vor wie ihr mit einem Surfbrett bewaffnet am Strand auf und ab lauft, wie chillige Australier. Super. So eine Entspanntheit wie ihr sie gerade erlebt, gibt es wohl nirgendwo auf der Welt. Schon gar nicht hier bei uns. Toll, genießt es, bewahrt sie in euch auf, nehmt sie mit für alle Zeiten. Liebe modisch graue Grüße, Hildegard und Horst.

  • #3

    Basti (Sonntag, 13 Januar 2019 19:57)

    Ohhh ja, genau DAS beschreibt Australien �
    Es ist so faszinierend mit welcher Gelassenheit die Australier mit einfach allem umgehen... da bekommen wir gleich wieder fernweh

  • #4

    Christine (Freitag, 18 Januar 2019 11:22)

    Gerade das letzte Foto ist toll! Was für eine schöne Lichtstimmung :)
    Und der Leuchtturm bzw. die Aussicht von dort aus sieht auch echt traumhaft aus.

    https://www.blog.christinepolz.com