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Wunderschönes Bali

Nach zwei Urlauben in Mittelamerika wollten mal in die andere Richtung fliegen und Asien entdecken. Wir waren gespannt, wie uns die andere Ecke der Welt gefällt. Von unserem Kuba und Costa Rica Urlaub kannten wir es mit dem Mietwagen flexibel zu sein. In Asien war es wohl nicht so eine gute Idee selber Auto zu fahren. 

 

Bali sollte Ziel unserer ersten Asienreise sein. Mit Malaysia Airlines flogen wir von Frankfurt nach Kuala Lumpur, wo wir einen Stopp von ein paar Tagen einlegten. 

 

Der Jetlag macht uns fertig

Wir waren vom Jetlag ganz schön erledigt, deswegen mussten wir uns morgens wirklich aus dem Bett quälen. Wir stiegen am ersten Tag in einen Hop-on Hop-off Bus ein und waren einfach so müde, dass wir an keiner Haltestelle aussteigen konnten. Dieser Zustand besserte sich Gott sei Dank immer mehr, so dass wir doch noch was von Kuala Lumpur erleben konnten. 

Die Petronas Twin Towers sind das Wahrzeichen der Stadt und zählen zu den zehn höchsten Gebäuden der Welt. Die Zwillingstürme und der schön angelegte Park davor sind sehr sehenswert. Abends findet an dem Brunnen vor den Türmen eine Lichtershow mit Wasserfontänen und hinterlegter Musik statt. An den Türmen befindet sich das Einkaufszentrum KLCC, durch das wir öfter durch schlenderten und im Foodcourt aßen. 

Die Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. Im Vordergrund der anöliegende Park.

Mit dem Zug machten wir einen Ausflug zu den Batu Caves, diese befinden sich 15km außerhalb von Kuala Lumpur. Die Batu Caves bestehen aus mehreren Kalksteinhöhlen. 

272 Stufen führen zu dem Eingang der Höhle, vorbei an einigen frechen Affen. Am Fuße der Höhle steht mit 42 Metern, die weltweit größte Statue des Hindu Gottes Murugan.

 

Tipp Transport Batu Caves

Ab dem KL Sentral fährt die Linie Portklang in 8 Haltestellen zur Endstation Batu Cave. Es ist günstiger direkt ein Hin- und Rückfahrticket zu kaufen. 

Mann steht vor stehender Buddha Statur an den Batu Caves in Kuala Lumpur.
Pärchen steht auf den Stufen zur Batu Cave in Kuala Lumpur.
Blonde Frau steht vor stehender Buddha Statur an den Batu Caves in Kuala Lumpur.

Nach ein paar Tagen Großstadtfeeling flogen wir weiter nach Bali. Kuala Lumpur gefiel uns gut, irgendwie empfanden wir in dieser Stadt organisiertes Chaos. An jeder Ecke gab es was Neues zu entdecken.

 

Schönes Bali

Unser erstes Ziel auf Bali war der Küstenort Sanur. Hier fanden wir einen schönen Strand, mit schöner Strandpromenade. Wir entspannten uns ein Tage am Hotelpool oder am Strand und besuchten den Nachtmarkt. Irgendwie steckte uns der Jetlag noch immer ein bisschen in den Knochen. 

 

Tipp Schlafen Sanur 

Tamukami Hotel

Schöne, grüne Anlage, mit herrlichem Pool, unter belgischer Leitung. Das Restaurant in dem Hotel ist ebenfalls sehr gut. 

 

Tipp Essen in Sanur 

Warung Little Bird

Das Essen war so gut und das Bintang so kalt. Was will man mehr? 

Angler im Meer in Sanur, Bali.
Steinfigur Dämon in Bali
Hütte am Strand von Sanur, Bali, Indonesien.

Affe im Affenwald Ubud sitzt Mann auf dem Kopf.

Mit dem Bus fuhren wir ins Landesinnere hinein, nach Ubud. Ubud ist das kulturelle Zentrum von Bali und hat jede Menge zu bieten. Wir schlenderten durch die Stadt, besuchten den Monkey Forest und unternahmen zwei Ausflüge in die Umgebung. 

Mit dem Anbieter Green Bike Cycling waren wir sportlich unterwegs und machten eine Mountainbiketour. Dafür wurden wir erst auf den Gunung Agung gebracht, denn wer abwärts fahren will, muss ja auch erstmal irgendwo hoch. Oben angekommen ging es direkt auf die Mountainbikes und wir sausten den Berg herunter. 

Eine Pause legten wir an einer Kaffeeplantage ein, wo wir auch den Kopi Luwak probieren konnten. Der katzenähnliche Fleckenmusang futtert die Früchte der Kaffeepflanze und verdaut nur das Fruchtfeisch. Die Kaffeebohne wird dann unverdaut ausgeschieden. Daraus wird also der teuerste Kaffee der Welt gemacht, aus Katzenkacke. Da es ja gar nicht so einfach ist, an die Kacke des Fleckenmusang dran zu kommen, wenn er in freier Wildbahn lebt, sperrt man ihn natürlich in kleine Käfige ein. Mt unserem jetzigen Kenntnisstand hätten wir den Kaffee nicht probiert. Zu dem Zeitpunkt wussten wir aber noch nichts über die Hintergründe. Der Kaffee war auch nicht wirklich lecker. 

Nach der Kaffeepause ging es wieder auf die Mountainbikes und wir fuhren durch wunderbare Natur und stoppten bei den Tegalalang Reisterrassen. 

 

Tipp Transport auf Bali

Perama Tours

Viele Verbindungen über die ganze Insel. Deutlich günstiger als ein privater Fahrer. 

 

Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Padang Bai, ein Örtchen an der Ostküste, welches die meisten Touristen nur als Durchreiseort nutzen, um auf die Gili Inseln oder nach Lombok zu kommen. Daher werden einem auch nach mehreren Tagen noch alle 2 Minuten versucht, Tickets für die Boote zu verkaufen. Wir waren jedoch aus einem anderen Grund in Padang Bai. Wir wollten unseren Open Water Dive Course machen. 

 

Mantarochen und ein Wrack

Von Deutschland aus hatten wir uns eine Tauchschule unter deutscher Leitung rausgesucht und konnten sogar schon vorher den theoretischen Teil des Kurses absolvieren. Vor Ort angekommen, mussten wir unser theoretisches Wissen in einem Test unter Beweis stellen und dann konnte es auch schon in den Pool gehen. Im Pool atmeten wir das erste Mal mit Atemregler und lernten, wie wie uns richtig austarieren, die Maske ausblasen und wie wir mit Zwischenfällen umgehen. Als das geschafft war, konnten wir das erste Mal im Meer tauchen gehen. Zu dem Kurs gehörten vier Tauchgänge im Meer, in denen wir das Gelernte im Pool wieder anwenden mussten. Die Maske absetzen gehörte wirklich zu meinen Hassaufgaben. Nach ein paar Tagen durften wir uns Open Water Diver nennen. 

 

Erfolgreicher Tauchgang.

Wir blieben noch ein paar Tage und machten weitere Tauchgänge, unter anderen am Manta Point vor Nusa Penida und am Wrack der Liberty in Tulamben. Am Manta Point durften wir fünf große Mantarochen, mit einer Spannweite von mehreren Metern, beobachten. Sie glitten so majestätisch durchs Wasser und waren gar nicht scheu. Da war die schaukelige Bootsfahrt zu diesem Tauchplatz fast vergessen. Die Tauchgänge am Wrack waren ebenfalls super schön. 

Generell hat sich Balis Unterwasserwelt als sehr vielfältig und wunderschön gezeigt. Manchmal mussten wir ordentlich gegen die Strömung anpaddeln, aber wir haben uns immer sehr sicher mit unserem Guide gefühlt. Es war wirklich ein tolles Erlebnis in dieser ruhigen und völlig anderen Welt zu Gast zu sein. 

 

Tipp Tauchen auf Bali 

Waterworx in Padang Bai

Claudia, Peter und David aus Deutschland führen diese Tauchschule mit viel Liebe. Die Betreuung ist sehr persönlich, es wird in kleinen Gruppen getaucht und Sicherheit wird hier groß geschrieben. 

 

 

Mantarochen unter Wasser
Mantarochen unter Wasser.

Ein ganzer Tempel für uns

Ein besonderes Highlight erwartete uns im Wassertempel Tirtagangga. Hier konnte man übernachten und abends, wenn die Tagestouristen den Tempel verlassen hatten, legte sich eine ganz besondere Stimmung über diesen Ort. Der Wassertempel ist wirklich wunderschön, in einigen Becken kann man in dem eiskalten Wasser schwimmen.

 

Tipp Schlafen im Wassertempel Tirtagangga

Tirta Ayu Hotel

 

Wassertempel Tirtagangga
Frau steht auf Steinen im Teich im Wassertempel Tirtagangga. Ringsherum Statuen, im Hintergrund ein großer Brunnen.

Nach einer aufregenden Zeit auf Bali fuhren wir zu unserem letzten Stopp, nach Jimbaran. Hier entspannten wir noch ein paar Tage am Strand, aßen in Fischrestaurants mit den Füßen im Sand und tranken auf diese wunderschöne Insel. 

 

Bali hat uns wirklich umgehauen. Wir waren so begeistert von der Kultur und den lieben Menschen. Viele sagten uns vorher und nachher, dass Bali doch so super touristisch sei. Es gibt natürlich sehr touristische Ecken, aber selbst an diesen Orten haben wir den Tourismus nicht als negativ empfunden. Es liegt trotzdem überall der Duft von Räucherstäbchen in der Luft und die kleinen Opfergaben finden sich auch weiterhin überall. Wir werden hoffentlich irgendwann nochmal wieder nach Bali zurückkehren. Es gibt noch so viele schöne Ecken zu entdecken. 

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