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14. Abenteuer Komfortzone - vom entwickeln und scheitern

Abenteuer Komfortzone - vom entwickeln und scheitern - Cover - Podcast Episode 14

Alle Welt redet immer von der berühmten Komfortzone. Aber was ist diese Komfortzone überhaupt?

Muss ich mich aus 1000 Metern Höhe aus einem Flugzeug werfen um meine Komfortzone zu verlassen oder reicht vielleicht ein kleiner Small Talk in einer mir fremden Sprache?

Haben wir auf unserer Reise unsere Komfortzone verlassen oder sind wir nie an unsere Grenzen gestoßen?

 

All diese Fragen möchten wir Dir in unsere Podcastfolge Nr. 14 beantworten.

Schön, dass ihr dabei seid & danke fürs Zuhören.


Die berühmte Komfortzone

Eine Komfortzone ist ein für uns sicheres Umfeld, in dem wir uns geborgen und wohl fühlen. In diesem Umfeld passiert nicht viel unerwartetes, Du kannst es Dir bequem machen. Diese Zone kann ein Ort, ein Job oder eine Partnerschaft sein. So eine Komfortzone ist etwas sehr individuelles und von Mensch zu Mensch verschieden. Hört sich im ersten Moment gar nicht so doof an. Das Problem an dieser Komfortzone ist aber, dass Du Dich null entwickelst, wenn Du Dich immer in diesem bekannten und bequemen Umfeld aufhältst. Menschen dessen Komfortzone relativ klein ist, haben schnell Probleme sich an neue Situationen zu gewöhnen. Sie sind schnell überfordert. Da das Leben und unsere Welt aber nicht starr sind, treten andauernd unbekannte und unvorhersehbare Situationen ein. Menschen mit einer weiter gesteckten Komfortzone können sich hingegen recht schnell anpassen und recht flexibel mit neuen Situationen umgehen. 

 

Wenn man davon spricht seine Komfortzone zu verlassen und somit zu erweitern, geht es eigentlich immer darum, sich seinen Ängsten zu stellen. Du stellst Dich dem Neuen, dem Unbekannten, Du hast keine Ahnung was auf Dich zukommt. Das muss nicht immer die tiefgründigste Angst sein. Du musst nicht unbedingt aus einem Flugzeug springen, um deine Komfortzone zu erweitern. Manchmal reicht es auch schon fremde Menschen in einer dir fremden Sprache anzusprechen. Genau wie die Komfortzone sind Ängste ebenfalls sehr facettenreich und total individuell. 

Die Ampel

Stell Dir Deine Komfortzone wie eine Ampel vor. Grün, Gelb, Rot.

Solange Du Dich im grünen Bereich befindest, bist Du in Deiner Komfortzone. Hier kennst Du alles und bist entspannt. Allerdings entwickelst Du Dich in diesem Bereich leider auch null weiter.

Bewegst Du Dich hingegen im gelben Bereich, macht das schon mehr mit Dir. Du befindest Dich in Deiner Stresszone. Du fühlst Dich unwohl, weil Du eine Situation bewältigen musst, die neu für dich ist. An diesen Situationen wächst Du und gewinnst Selbstvertrauen.

Kommst Du allerdings in den roten Bereich, ist auch Alarmstufe Rot angesagt. Herzlich Willkommen in Deiner Panikzone. Du bist vor lauter Angst völlig überfordert. Situationen in solchen Momenten gut zu meistern, wird kaum gelingen. Das frustriert immens. Versuche diese Panikzone zu vermeiden. Du hast Deine Komfortzone hier sehr weit verlassen und ein aktives Handeln und logisches Denken wird Dir sehr schwer fallen.

Ein Wachstum und eine Erweiterung deiner Komfortzone findet hauptsächlich im gelben Bereich statt. 

Warum die Komfortzone erweitern?

Ganz schön viel Aufwand seine Komfortzone zu verlassen und zu erweitern, oder? Das Tolle ist, dass Du richtig was davon haben wirst, wenn Du Dich aus Deinem bequemen und gewohnten Umfeld hinaus ins Unbekannte wagst. Du wirst so viel über Dich selber lernen, dein Selbstvertrauen wird wachsen, Du wirst Dich entwickeln und Deinen Horizont erweitern.

Man hört sehr oft, dass es nirgendwo so einfach ist, seine Komfortzone zu verlassen, wie auf Reisen und das ist tatsächlich so. Alleine mit der Entscheidung zu einer Reise begibst Du Dich in eine Situation in der unweigerlich Neues und Unbekanntes auf Dich zukommen wird. Es sei denn, Du buchst Dich 1 Woche in ein All-Inklusive Hotel ein. In manchen Reiseländern musst Du Deine Komfortzone mehr verlassen, in manchen weniger. In Australien zum Beispiel sprechen die Menschen Englisch, der Standard ist relativ westlich, die Sicherheit und die hygienischen Gegebenheiten sind ähnlich wie in Deutschland. Indien hingegen wird Dich deutlich näher an Deine Grenzen bringen. Fremde Kultur, neue hygienische Umstände, viele, viele Menschen.

Komfortzone - Weltreise

Mit der Entscheidung, auf Weltreise zu gehen und unserem bekannten Alltag eine Weile zurückzulassen, begaben wir uns das erste Mal aus unserer Komfortzone. Obwohl wir vorher schon recht viel gereist sind, war es auch für uns ein Schritt ins Ungewisse, unsere Wohnung zwischen zu vermieten unsere Familien und Freunde zurückzulassen und darin zu vertrauen, dass alles gut gehen wird. Wenn wir die Nachrichten einschalten, bekommt man schnell den Eindruck, dass die Welt und ihre Menschen furchtbar böse sein müssen. Aber wir haben gelernt, den Menschen zu vertrauen und wurden mit der Erkenntnis belohnt, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Der Großteil der Menschheit empfängt Dich mit offenen Armen und will Dir nichts Böses. 

Komfortzone - New York

Natürlich wurden wir auch schon öfter mit dem Thema Obdachlosigkeit konfrontiert. Aber in New York waren wir wirklich schwer betroffen, von den vielen Menschen, die auf der Straße leben. Wir liefen bei einstelligen Temperaturen frierend durch die Stadt und beschwerten uns darüber, dass es so kalt ist, während am Straßenrand Obdachlose mit einer dünnen Jacke und einem dünnen Laken versuchten, sich vor der Kälte zu schützen. Während wir hungrig nach dem Sightseeing in die Bahn stiegen und genervt waren, dass wir erst in einer guten Stunde zu Hause sind und essen können, suchten Obdachlose im Müll nach Essensresten um nicht zu verhungern. Diese Zustände mit eigenen Augen zu sehen erschütterte unsere heile Welt des Öfteren. Wir fühlten uns so mies. Uns ging es so gut und anderen Menschen geht es so viel schlechter. In solchen Momenten werden wir immer wieder daran erinnert, dass wir einfach jede Sekunde dankbar sein sollten. 

Komfortzone - Apartheid, Atombomben, Krieg

Zu Reisen bedeutet für uns in die Kultur eines Landes einzutauchen, mit allen Facetten. Auch die verstörenden und traurigen Geschichten gehören für uns dazu, damit wir besser verstehen können. In Südafrika war es die Apartheid, die uns fassungslos zurückließ. In Japan sahen wir in Hiroshima mit unseren eigenen Augen das Resultat der ersten abgeworfenen Atombombe. In Vietnam wurde uns wieder mal schmerzlich bewusst, dass es im Krieg nie Gewinner gibt. Und auf Hawaii besuchten wir mit Pearl Harbour den Schauplatz, an dem so viele Menschen ihr Leben lassen mussten. All diese Ereignisse passierten, weil eine oder mehrere Personen sich entschieden haben, dass sie etwas Besseres sind. Sei es wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Nationalität. Menschen können zu grausamen Dingen fähig sein. Mit eigenen Augen all diese Orte zu besuchen hat uns wütend, traurig und nachdenklich  zurückgelassen.

Komfortzone - Unsere Fitness

Auch körperlich forderte unsere Reise uns das eine oder andere Mal hinaus. Den Roys Peak in Neuseeland mitten in Nacht hochzulaufen, brachte uns körperlich weit über unsere Grenzen. Unsere Komfortzone befand sich in diesem Moment noch im Camper unter der Decke und schlummerte. Auch beim Tongariro Crossing wuchsen wir über uns hinaus. Hatten wir beim ersten Mal noch die Hosen voll, weil wir einfach riesigen Respekt vor dieser Wanderung hatten, konnten wir beim zweiten Mal den Trail deutlich mehr genießen. 

Komfortzone - Hygiene

In einem Camper zu reisen heißt teilweise auch, seine hygienische Komfortzone zu verlassen. Frisch gewaschene Haare und eine schöne warme Dusche sind nicht alltäglich. Aber auch daran gewöhnten wir uns irgendwann. Wer braucht schon frisch gewaschene Haare, wenn er direkt an einem Gletschersee mit Blick auf schneebedeckte Berge campen kann. Woran wir uns allerdings nur schwer gewöhnen konnten, waren die übel riechenden Long-Drop Toiletten. 

Komfortzone - Scheitern

Natürlich haben auch wir nicht alle unsere Grenzen überwinden können.

Grade Daniel ist eher ein schüchterner Typ und es fällt ihm schwer, auf fremde Menschen zuzugehen. Während ich in der Regel mit meinem Schulenglisch einfach drauf losquassel und erst im Satz merke, dass mir diverse Wörter fehlen, überlegt Daniel sich vorher genau, wie er was sagt. Das hat häufig zur Folge, dass die Situation schon vorüber ist und er gar nichts sagt.

Daniel wollte ebenfalls gerne viele Menschen fotografieren. Leider kassierte er von einer thailändischen Marktfrau direkt eine Abfuhr, als er sie fragte, ob er ein Foto von ihr machen könnte. Das hat ihn ziemlich eingeschüchtert und so hatte er wenig Lust weiterhin dran zu bleiben und fremde Menschen zu fragen, ob er sie fotografieren darf. Im Nachhinein ärgert ihn das.

Daniel hätte es gerne geschafft in diesen Bereichen seine Komfortzone zu verlassen.

Du merkst, so hat jeder Mensch seine Ängste und seine Situationen, die ihn überfordern.

Was sind Deine?

Infos und Links aus dieser Episode

Wieso wir überhaupt eine Weltreise gemacht haben, könnt ihr nachlesen:

Kopfsache: Warum wir eine Weltreise machen

 

Alle Informationen rund um das Thema Komfortzone haben wir hier nachgelesen: 

https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/komfortzone-verlassen/

https://theblackhoodieblog.com/reisen-zwischen-komfortzone-und-angst-vorm-loslassen/

https://www.passionflow.de/warum-du-deine-komfortzone-nicht-verlassen-solltest/

 

 

Komfortzone und Fitness: Das Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland

 

Podcast: Tongariro Alpine Crossing - Unsere Erfahrungen und Tipps

 

 

Music by: @dcuttermusic / http://www.davidcuttermusic.com


Danke, dass Du Dir die 48 Minuten Zeit genommen hast!

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Danke Dir und hoffentlich bis zum nächsten Podcast!

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