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11. 3 Monate nach der Weltreise - ein Update

Folge 1: 1 Woche zurück in Deutschland.

Folge 11: 3 Monate zurück in Deutschland.

Zwischen diesen beiden Folgen liegen 3 Monate, 10 Podcastfolgen, viele Tränen, Frust, Unzufriedenheit, aber auch Dankbarkeit, Momente der Wiedersehensfreude und neuen Begegnungen. Wie wir uns aktuell so fühlen, wie wir mit dieser schwierigen Zeit umgehen und ob es Veränderungen gibt möchten wir Dir in dieser neuen Podcastfolge erzählen. Sicherlich keine Gute-Laune-Folge, dafür aber ehrlich.

Schön, dass ihr dabei seid & danke fürs Zuhören.


Wie sieht es denn jetzt, 3 Monate nach eurer Weltreise bei euch aus?

Wir haben richtig viel tolles Feedback zu unserer Podcastfolge Nr. 1 „Die Rückkehr einer Weltreise“ bekommen. Es war schön zu hören, dass es anderen Reisenden ähnlich geht. Auch sie machen sich viele Gedanken, überlegen, was sie glücklich macht, werden vom Fernweh zerrissen und sind auf der Suche nach ihrem Platz im Alltag und im Leben. Viele haben uns zwischendurch gefragt, wie es denn aktuell bei uns aussieht und wie wir uns mittlerweile in Deutschland fühlen. Erst waren wir etwas zögerlich, ob wir wirklich nochmal eine Podcastfolge über dieses Thema aufnehmen sollen. Wir wollen Dir ja auch nicht immer vorheulen, wie schwer wir es doch haben. Denn Achtung Spoiler: Eingelebt haben wir uns immer noch nicht. Da wir uns aber vorgenommen haben, Dich in unserem Podcast in unsere aktuelle Gefühls- und Gedankenwelt mitzunehmen, musst Du da jetzt leider mit uns durch. Sorry for that!

Trotzdem wollen wir Dir natürlich keine Angst vor der Rückkehr machen. Es gibt genügend Leute, die total glücklich sind, nach ihrer Reise wieder zurück zu sein. Und nur weil wir etwas Anpassungsstörungen haben, heißt das nicht, dass es allen Menschen so gehen muss. Allerdings wollen wir auch nichts verherrlichen und manchmal haben wir das Gefühl, dass die Zeit nach einer Reise eher selten thematisiert wird.

Die ersten Wochen - eine Gefühlsachterbahn

Die ersten Zeit nach unserer Rückkehr war geprägt von einem absoluten Gefühlschaos. Die erste Woche auf der Arbeit war aufregend, die meisten haben sich gefreut uns wieder zu sehen, wollten möglichst viel über unsere Erlebnisse wissen und haben uns so ein Gefühl von Heimat gegeben. Wir merkten, dass es einen guten Grund gibt wieder nach Deutschland zurück zu kommen, nämlich wegen der lieben Menschen in unserem Umfeld. Es gab gute Tage, an denen die Wiedersehensfreude so groß war, dass wir unsere Gefühl des Verloren seins vergessen konnten. Aber es gab auch die Tage, an denen wir traurig, planlos und frustriert waren. Zurück in Deutschland, zurück auf der Arbeit, wo sich im letzten halben Jahr eigentlich nichts geändert hat. Doch wir haben uns mit unseren Einstellungen, Ansichten und Denkweisen so verändert. Diese zwei Welten prallten aufeinander und ließen uns oft ratlos zurück. Die Zeit rannte nur so, aus Tagen wurden Wochen und wir konnten diesen Prozess nicht aufhalten. Auf der Reise waren unsere Tage gefüllt mit echtem Leben. Wir haben täglich so viel gesehen, erlebt und gelernt, über uns und über die Welt. 24 Stunden, 7 Tage die Wochen waren wir zusammen. Zurück in Deutschland waren wir plötzlich im genauen Gegenteil gefangen. Diese Veränderung war und ist für uns immer noch schwer hinzunehmen. Es war ein auf und ab der Gefühle.

Irgendwann - der Sinkflug

In den letzten Wochen kam irgendwann der Punkt, an dem das Gefühlschaos weniger geworden ist. Das war allerdings nicht unbedingt positiv. Die Tage an denen wir unzufrieden, traurig und gereizt waren, häuften sich. Wir fühlten uns oft wie im Sinkflug. Fragen wie: „Ist es das was uns glücklich macht?" "Wollen wir das?" Oder "Was wollen wir überhaupt?“ häuften sich. Wir waren frustriert, weil wir das Gefühl hatten, das unsere Talente, Interessen und Fähigkeiten in unseren Jobs null gefördert werden. Zusammentreffen mit Menschen, die uns, unsere Ideen oder Denkweisen nicht verstehen oder verstehen wollen, strengten uns zunehmend an. Jeder von uns war eher mit sich selber beschäftigt, überlegte wie er durch diese Zeit kommt, was er sich für die Zukunft wünscht und was er verändern kann. Eine anstrengende Zeit für die Beziehung, da wir uns nur schwer auf den anderen einlassen konnten. Oft traten Missverständnisse auf. Streß und Streit ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Dieses Gefühl, sich nicht in Ruhe austauschen zu können, machte sich breit. Wir waren Beide wieder voll im Arbeitsleben angekommen und arbeiteten aufgrund unserer Bereitschaftsdienste teilweise tagelang entgegengesetzt. Wenn Daniel zu Hause war, musste ich arbeiten und umgekehrt. Das man dann in der wenigen Zeit, die man hat, nicht noch die schlechte Laune Themen auspacken will, ist wohl ein kläglicher Versuch, die Situation runter zu spielen. Denn es ist nunmal grade schlechte Laune angesagt. Schlechte Laune, weil wir unzufrieden sind, mit der Arbeit, mit der Situation und vor allem mit uns. Den positiven Vibe der Reise konnten wir nur noch selten in uns finden. 

 

Natürlich hatten wir auch schöne Momente. Momente in denen wir uns mit Leuten umgeben haben, die uns gut tun. In denen wir uns mit Gleichgesinnten getroffen haben, die wissen, wie es uns geht. In denen wir neue, wunderbare Menschen kennen gelernt haben, die uns ermutigen, anstatt uns klein zu reden. Aber hauptsächlich waren die letzten Wochen eher von negativen Gefühlen geprägt. 

Aktuell stecken wir in der Phase, dass wir versuchen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Es weigert sich grade alles in uns, sich kampflos wieder dem Alltag hin zu geben. Es muss sich, nein, es wird sich was ändern. Wir versuchen grade auf unsere Köpfe und Herzen zu hören und unseren Weg zu gehen. Wie auch immer er aussehen mag. 

Infos und Links aus dieser Episode

Wieso wir überhaupt eine Weltreise gemacht haben, könnt ihr nachlesen:

Kopfsache: Warum wir eine Weltreise machen

 

In unserer ersten Podcastfolge gehen wir direkt in die Vollen und erzählen euch von unserer ersten Woche in Deutschland.

Podcast: Die Rückkehr einer Weltreise

 

Den passender Blogbeitrag zum Ende unserer Weltreise und den ersten Tagen in Deutschland gibts hier:

Kopfsache: Das Ende einer Weltreise - und nun?

 

Wie unser Alltag nach der Reise, nach 2 Monaten zurück in Deutschland ausschaut, haben wir vor einiger Zeit im Blogbeitrag nieder geschrieben: 

Kopfsache: Unser Alltag nach der Weltreise

 

Anke und Przemek von „WeltBEATS“ haben wir über Social Media auf unserer Reise kennen gelernt. Zurück in Deutschland haben wir uns schon zweimal getroffen und haben das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen. 

https://weltbeats.com

 

Vera und Niko haben wir über unseren Podcast kennen gelernt und uns das erste Mal live und in Farbe auf dem Travel Festival in Witten getroffen. Die Chemie stimmte sofort und das war definitiv nicht unser letztes Treffen. 

Instagram: https://instagram.com/vera.hoevel?igshid=7x9875yaidwb

Instagram: https://instagram.com/demniko?igshid=9zkwofyprnpx

 

Kathrin und Wojtek haben wir ebenfalls über Social Media kennen gelernt und in Thailand auf der wunderbaren Insel Koh Chang getroffen. Die Beiden sind seit über 1 Jahr auf Reisen und aktuell in Malaysia. Besonders bei den Themen Nachhaltigkeit und Ernährung haben sie uns schon oft inspiriert und zum Nachdenken angeregt. 

https://weltblick2null.de

https://wayofpirate.com

 

Mittlerweile hat die Weltenbummlerin und Eventmanagerin Laura schon das 4. Travel Festival am Blue Beach in Witten organisiert. Ihr Ziel ist es, Leute zusammen zu bringen, die die selbe Leidenschaft teilen und ihnen einen Ort zu bieten, an dem sie sich austauschen, gegenseitig inspirieren und ermutigen können. Hört gerne mal in unsere Podcastfolge zum Travel Festival rein: 

Podcast: Travel Festival Spezial - Reisen verbindet

https://www.travel-festival.de

 

Music by: @dcuttermusic / http://www.davidcuttermusic.com


Danke, dass Du Dir die 45 Minuten Zeit genommen hast!

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Danke Dir und hoffentlich bis zum nächsten Podcast!

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